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Ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen. Anstatt sich nur über die vermeintlichen Schwächen der Führungsriege Gedanken zu machen, sollte die FDP erkennen, dass ihre Schwäche allein ihrer bisherigen Regierungspolitik geschuldet ist. In den letzten elf Jahren vor der Wahl wurde immer wieder die Entlastung der Mittelschicht und eine Deregegulierung des Arbeitsmarktes versprochen. Nichts dergleichen haben die frisch gewählten Berufspolitiker mit ihren jahrelangen Parteikarrieren in den ersten Monaten nach der Wahl, in denen für Schwarz-Gelb auch eine komfortable Mehrheit im Bundesrat bestand, aber auch nur angedacht.

Als ob diese Untätigkeit aber nicht enttäuschend genug gewesen wäre: die FDP hat darüber hinaus ihre eigenen Prinzipien verraten und das Steuersystem nicht vereinfacht, sondern eine weitere Ausnahme bzw. Vergünstigung geschaffen. Dafür haben fast 15 % der Wählerschaft (einschließlich mir) die FDP nicht gewählt. Sie sind zu recht frustriert. Denn wer Klientelpolitik will, der kann auch SPD, Grüne oder Union wählen. Nur schade, dass sich keine echte freiheitliche Alternative unter den rund 30 Parteien, die jedes Mal zur Bundestagswahl antreten, befindet.

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