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(...) Des Weiteren hat meinen Informationen nach auch ein Vertreter des Bundesfamilienministeriums Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen. Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass der Deutsche Bundestag im Juli dieses Jahres den Höchstsatz für Contergan-Geschädigte nahezu verdoppelt hat. Hiermit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Geschädigten mit zunehmendem Alter mehr Hilfe benötigen. (...)
(...) Meiner Meinung nach haben wir so – Schritt für Schritt - einen wirklichen Fortschritt für die contergangeschädigten Menschen erreicht. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich weder im Moment noch in absehbarer Zukunft sehe, dass der Bund darüber hinaus weitere finanzielle Leistungen für contergangeschädigte Menschen übernehmen kann. Nicht zuletzt auch aus Gründen der Gleichbehandlung gegenüber Menschen mit ähnlichen Behinderungen, die keinen Verursacher für ihre Behinderung namhaft und verantwortlich machen können. (...)
(...) Deswegen engagiert sich DIE LINKE nicht nur für bessere Leistungen aus der Contergan-Stiftung, sondern auch für ein für alle Menschen mit Behinderungen geltendes Nachteilsausgleichsgesetz (Drucksache 16/3698) sowie "Für eine humane und solidarische Pflegeabsicherung"(Drucksache 16/7472) (...)
Sehr geehrter Herr Heitel,
(...) Was ich nicht will und was ich auch niemals akzeptieren werde ist, dass Menschen Angst vor dem Leben haben müssen und ich kann es auch nicht billigen, dass man Angst wohlfeile Umschreibungen wie Wettbewerbsfähigkeit, Leistungsbereitschaft oder Employability gibt. Angst deformiert die Seele, macht den Menschen schwach und damit anfällig dafür, dem vermeintlich Stärkeren gedankenlos hinterherzulaufen, ihm nach dem Munde zu reden und den Schwächeren den eigenen Opportunismus als vermeintliche Stärke spüren zu lassen. (...)