(...) Der Tag steht also für die Überwindung von Grenzen - nicht nur von politischen, sondern vor allem auch von zwischenmenschlichen. Unter diesem Gesichtspunkt hat auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland den Tag der offenen Moschee bewusst auf unseren Nationalfeiertag gelegt. Durch die offenen Türen soll bewusst ein Bekenntnis zur deutschen Gesellschaft abgelegt werden und durch die Wahl des Tages deutlich gemacht werden, dass sich die Muslime in Deutschland als Teil des wiedervereinigten Deutschlands sehen. (...)
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(...) Ich frage umgekehrt: Warum sollen die unter uns lebenden Muslime nicht durch die Öffnung ihrer Moscheen für Interessierte an einem Tag der Offenen Moschee einen Einblick in ihre Gebetsräume gewähren? Durch eine solche Offenheit grenzen sich friedliche Muslime von Gefährdern ab, die unser Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft bekämpfen. (...)
(...) Ich kann Ihr Unverständnis darüber gut nachvollziehen, dass staatsnahe, privilegierte Personenkreise im Vergleich zu den Opfern der DDR-Diktatur häufig besser gestellt sind. Ursache für die relative Besserstellung ist die rechtliche Notwendigkeit, die von diesen Personenkreisen in der DDR erworbenen Ansprüche im Recht der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen. (...)
(...) Was man aber unter Patriotismus versteht, ist bekanntlich sehr verschieden. Wenn ein Verfassungspatriotismus gemeint ist, wie Dolf Sternberer und Jürgen Habermas ihn formuliert haben, dann sage ich ja. Wenn damit das Gerede um eine "Deutsche Leitkultur" oder eine dumpfe, nationalistische Geisteshaltung gemeint ist, dann sage ich eindeutig nein. (...)