(...) In Bezug auf ADS/ADHS ist es besonders wichtig zu beantworten, ob es sich eigentlich um eine psychische Erkrankung handelt. Krankheit ist nirgends rechtlich definiert. (...)
Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
(...) Ritalin darf nur dann verschrieben werden, wenn die Diagnose ADHS sicher gestellt ist und eine alleinige Psychotherapie nicht zu einer Linderung des Leidensdruckes führt. In manchen Fällen ist es angemessen und notwendig, Ritalin zu verordnen, gerade dann wenn die Entwicklung des Kindes gefährdet scheint. Die Entscheidung darüber, bleibt aber immer eine individuelle Entscheidung des Arztes oder der Ärztin sowie der Eltern. (...)
(...) Ich bin davon überzeugt, dass die vom Gesetzgeber errichteten Vorsichtsmaßnahmen das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung minimieren können. Selbstverständlich entbinden diese Vorsichtsmaßnahmen alle Beteiligten nicht von ihrer Pflicht zum verantwortungsvollen Umgang mit derartigen Substanzen. Dieser Debatte sollten wir uns alle stellen. (...)
(...) Wir unterstützen die Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes, dass die Berufshaftpflicht der Geburtshilfe in die gesetzliche Unfallversicherung überführt wird oder dass alternativ ein Fonds eingerichtet wird, der aus Steuermitteln finanziert ist und mit dem eventuelle Schäden oberhalb der Haftungshöchstgrenzen der Versicherungen bezahlt werden. So könnten die Belastungen für Hebammen reduziert und in Grenzen gehalten werden und dem drohenden Ende der Geburtshilfe in Deutschland vorgebeugt werden. In diesem Zusammenhang begrüßen wir den auch von Niedersachsen unterstützten Beschluss des Bundesrates, sowie die Tatsache, dass auf Bundesebene unter Federführung des Gesundheitsministeriums eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet wurde, die nach schnellen Lösungen sucht. (...)
(...) Freiberufliche Hebammen sind für alle werdenden Mütter ein unverzichtbarer Bestandteil der Versorgung. Für Schwangere und junge Mütter stellt die Hebamme vor und nach der Geburt oft eine enge und wichtige Ansprechpartnerin dar. (...)
(...) Auch ich befürworte, dass die Geburtenhilfe in Deutschland flächendeckend und dauerhaft gewährleistet bleibt. (...) Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass rechtzeitig vor dem Auslaufen der Haftpflichtversicherung eine Lösung gefunden werden wird, die den berechtigten Forderungen der freiberuflichen Hebammen gerecht wird. (...)