(...) Der Deutsche Bundestag hat am 30. Juni die „Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ beschlossen. (...)
Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
(...) ich habe großen Respekt vor der Übernahme von gegenseitiger Verantwortung homosexueller Paare. Wenngleich ich persönlich der Auffassung bin, dass die Ehe von Frau und Mann zurecht unter dem besonderen Schutz des Staates gestellt wurde. Aus diesem Grund habe ich gegen die Ehe für alle gestimmt. (...)
(...) Grundsätzlich ging die Kritik vieler Abgeordneter dahin, dass mit dem LebenspartnerschaftsG eine gute gesetzliche Basis vorliegt, als das man innerhalb einer Woche eine solche grundsätzliche Frage durchs Parlament jagt. Hier werden meines Erachtens wesentliche Grundsätze unseres Grundgesetzes tangiert, die vorher eingehend hätten diskutiert werden müssen. (...)
(...) Die bisherige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts definiert die Ehe als Gemeinschaft aus Mann und Frau aus der auch Kinder, als Keimzelle unserer Gesellschaft, hervorgehen können. Aus diesem Grund habe ich erhebliche Bedenken, ob das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe mit Artikel 6 des Grundgesetzes vereinbar ist und stehe einer Normenkontrollklage daher auch positiv gegenüber. Diese Einschätzung teilen auch viele meiner Kollegen aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die ebenfalls gegen das Gesetz gestimmt haben. (...)

(...) Ich setzte mich dafür ein, dass künftig alle Paare, die das möchten eine Ehe eingehen dürfen: egal ob Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann. Wenn homosexuelle Paare eine gegenseitige Verpflichtung eingehen, die der Ehe entspricht, dann muss ihnen auch die Möglichkeit zur Eheschließung offen stehen. Alles andere ist eine Diskriminierung, die die SPD beenden möchte. (...)