Frage an Angela Merkel bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

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Frage an Angela Merkel von Christine W. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Als Wahlhelferin bei der zurückliegenden NRW-Landtagswahl war ich mit dem Kommentar eines Wählers konfrontiert, dass die niedrige Wahlbeteiligung im Stimmbezirk (46%) wohl darauf zurückzuführen sei, dass die von den Parteien aufgestellten Kandidaten zu wenig für die Bürger vor Ort tun würden. Vor diesem Hintergrund möchte ich gerne einige Fragen an Sie richten:

1) Bei einem Mindestlohn von 8,84 Euro/Stunde erhält ein Arbeitnehmer bei einer 40-Std.-Woche und zugrunde gelegten 4,5 Wochen/Monat bestenfalls 1.591,20 Euro netto. Bei ununterbrochener Beschäftigung bis zur Rente und einem Rentenniveau von 48 % ergibt dies eine Altersrente von (gerundet) 763,78 Euro im Monat. Wie soll ein Mensch davon - ohne Aufstockung - menschenwürdig leben - vor allem wenn im Alter wegen zunehmender Gebrechlichkeit auch noch Zusatzausgaben für Medikamente und Hilfsmittel hinzu kommen?

2) Ausländische Investoren, die in deutsche Unternehmen investieren oder diese gleich ganz aufkaufen, bauen meistens zusätzliche Niederlassungen im (auch europäischen) Ausland, wo die Lohnkosten deutlich niedriger sind. Aufbau und/oder Ausbau dieser ausländischen Niederlassungen erfolgt dabei häufig mit dem zuvor in Deutschland "eingekauften" Know-how. Sind die ausländischen Niederlassungen dann etabliert erfolgt auf längere Sicht gesehen häufig eine Schließung oder zumindest massive Verkleinerung der deutschen Niederlassung. Sie sind in und für Europa sehr engagiert und vernetzt. Weshalb konnten Sie dieser Ausbeutung hiesigen Know-hows noch nichts Wirksames entgegen setzen? Was wäre, Ihrer Ansicht nach, hier ein Ansatz um deutsche Arbeitnehmer künftig mehr zu schützen?

3) In der Sendung "Monitor" vom 16.05.2017 wurde dargelegt, dass Kandidaten für eine Kandidatur für den Bundestag fünfstellige Beträge aus eigener Tasche bezahlen müssen. Liegt es daran, dass sich die Politik dem Empfinden der Bürger nach immer weiter vom "Normalbürger" entfernt und so für z.T. erschreckend geringe Wahlbeteiligung sorgt?

Frage von Christine W. am

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