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Sehr geehrte Frau Rommelspacher! Bisher führen die Grünen das Gesundheitsministerium und positionieren sich für die integrative Medizin. Wie würde die CDU das weiterführen?

Antje Rommelspacher
CDU
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Frage von Henning D. •

Sehr geehrte Frau Rommelspacher! Bisher führen die Grünen das Gesundheitsministerium und positionieren sich für die integrative Medizin. Wie würde die CDU das weiterführen?

Die Haltung der CDU erscheint mir da sehr unklar, zwischen dem bayerischen Gesundheitsminister und dem vorletzten Bundesgesundheitsminister. Bitte positionieren Sie sich klar. Die Folgen einer ganzheitlichen, naturgemäßen und vorsorgeorientierten oder andernfalls pharmaorientierten Medizin sind für jeden Bürger erheblich und deshalb wichtig vor der Wahl zu erfahren.

Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr D.,  

vielen Dank für Ihre Frage zur integrativen Medizin, die ich gerne beantworte.

Die CDU Baden-Württemberg steht für eine Medizin mit Vernunft und Verantwortung. Das heißt: Schulmedizin und komplementäre Verfahren sollen sich nicht ausschließen, sondern dort zusammenwirken, wo es dem Wohl der Patientinnen und Patienten dient. Integrative Medizin ist für uns kein Gegensatz zur wissenschaftlichen Medizin, sondern eine sinnvolle Ergänzung, wenn sie auf Qualität, Evidenz und ärztlicher Verantwortung beruht.  

Gerade in Baden-Württemberg haben viele Hausärzte bewiesen, dass naturheilkundliche und schulmedizinische Ansätze in einer guten Praxis Hand in Hand gehen können. Diese Erfahrung verdient politische Unterstützung, nicht Belehrung.  

Die CDU will deshalb den Erhalt und die Weiterentwicklung der integrativen Medizin fördern – in Forschung, Lehre und Versorgung,  die ärztliche Therapiefreiheit sichern und die Prävention und Gesundheitsförderung stärker in den Mittelpunkt rücken.  

Gleichzeitig sind uns Transparenz und wissenschaftliche Nachprüfbarkeit wichtig. Wo komplementäre Verfahren wirken, sollen sie gefördert werden; wo die Evidenz fehlt, muss weiter geforscht werden. Politik darf keine Glaubensfrage aus Medizin machen – sie muss Rahmenbedingungen schaffen, die Qualität sichern und Vielfalt ermöglichen.  

Eine Gesundheitspolitik, die nur auf Pharmalösungen setzt, greift zu kurz. Aber ebenso wäre es falsch, bewährte Medikamente oder moderne Therapien pauschal abzulehnen. Entscheidend ist, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt – nicht die Ideologie.  

Als Ihre CDU-Kandidatin stehe ich für eine Medizin, die ganzheitlich denkt, wissenschaftlich prüft und menschlich handelt.  

Mit freundlichen Grüßen  
Antje Rommelspacher 

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