Sehr geehrter Herr Bommert, wie stehen Sie zu der Rentenreform, in der das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt ist?
Wir müssen beim Thema Rente endlich ehrlich miteinander umgehen.
Die Menschen werden älter – das ist erfreulich. Gleichzeitig kommen immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner. Das können wir auf Dauer nicht ignorieren.
Deshalb finde ich es richtig, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Aber eben nicht nach dem Gießkannenprinzip.
Wer sein Leben lang im Handwerk, auf dem Bau, in der Pflege oder in der Industrie körperlich hart gearbeitet hat, muss früher in Rente gehen können als jemand, der überwiegend im Büro gearbeitet hat.
Für mich geht es nicht um eine pauschale Rente mit 68 oder 69. Es geht um Fairness und darum, unser Rentensystem auch für unsere Kinder und Enkel bezahlbar zu halten.
Ehrliche Politik bedeutet, Probleme nicht zu verschweigen, sondern vernünftige Lösungen zu finden.
