Gizem Fesli

| Kandidatin Bayern
Gizem Fesli
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Jahrgang
1993
Wohnort
Nürnberg
Berufliche Qualifikation
Studentin des Gymnasiallehramts an öff. Schulen (Staatsexamen)
Ausgeübte Tätigkeit
Stadtführerin
Stimmkreis

Stimmkreis 501: Nürnberg-Nord

Stimmkreisergebnis: 7,2 %

Wahlkreisliste
Mittelfranken, Platz 3
Parlament
Bayern

Bayern

In jedem Eingangsbereich einer bayerischen Behörde soll ein Kreuz hängen.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
DIE LINKE steht für eine Trennung von Staat und Religion. Auch KirchenvertreterInnen halten diese Idee für falsch. Religiöse Symbole zu verordnen, widerspricht dem religiösen Selbstbestimmungsrecht. Eine Instrumentalisierung des Kreuzes für staatliche Zwecke oder den Wahlkampf geht also auch nicht.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Darüber hinaus wollen wir eine Mindestrente von 1.050 Euro, unabhängig von den Beitragsjahren. Wir fordern außerdem die Rente ab 65 oder nach mindestens 40 Beitragsjahren ab dem Alter von 60. Jahren. 35 Jahre Lohnarbeit ist kein Spaß, sondern harter Alltag für Viele.
Es soll an jeder bayerischen Grundschule eine verpflichtende Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag geben.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Ganztagsbetreuung ist eine wichtige Entlastung von berufstätigen und alleinerziehenden Eltern. Das Ganztagsangebot muss vom Land oder den Kommunen organisiert und durchgeführt werden. Dabei sind die Vereine und die örtliche Sozialarbeit einzubeziehen, die nach Tarifverträgen bezahlt werden sollen.
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
Obwohl Bayern das reichste Bundesland ist, ist der Reichtum hier am schlechtesten verteilt: Weniger als 100 Milliardäre und Multimillionäre besitzen über die Hälfte des gesamten Reichtums in Bayern. Sie haben mehr Geld, als sie je in ihrem Leben ausgeben können. Wir wollen also umverteilen!
In Bayern sollen weniger unbebaute Flächen versiegelt werden.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Wir wollen den unendlichen Flächenfraß beenden. Die LINKE setzt sich ein für eine Flächenversiegelungsabgabe, um den zusätzlichen Flächenverbrauch zu verringern. Wir haben etwa das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ unterstützt.
Asylsuchende sollen an der bayerisch-österreichischen Grenze zurückgewiesen werden, wenn sie bereits in einem anderen EU-Land registriert sind.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
DIE LINKE will ein solidarisches System der Flüchtlingsaufnahme in der EU. Ein Ausgleich soll finanziell hergestellt (»Fluchtumlage«) und Geflüchtete nicht hin- und hergeschoben werden. Fluchtursachen sind Kriege und Umweltkatastrophen, die die EU mit Subventionen und Exporten unterstützt.
Bayern soll Unternehmen fördern, die ihren Unternehmensstandort von Metropolregionen in den ländlichen Raum verlagern.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Unsere Unterstützung der Struktur auf dem Land fördert auch Unternehmen, die ihren Standort dahin verlagern: Dazu gehören der Ausbau von Breitband, Aufbau des ÖPNV, Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe sowie der Auf- und Ausbau von Bildungs-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.
Aufgrund der Ernteausfälle durch die Dürre in diesem Sommer sollen Bauern finanziell entschädigt werden.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Für Landwirte in Not sollte schnell und unbürokratisch finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin sollte ein Risikoausgleichsfonds geschaffen werden, der klimabedingte Ernteausfälle kompensiert.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
DIE LINKE will ein verbindliches, maschinenlesbares und transparentes Lobbyregister einführen und tritt für ein Beschäftigungsverbot von LobbyistInnen in Ministerien und von Abgeordneten bei Vollzeitparlamenten bei Unternehmen ein.
Die Polizei soll Telefone auch ohne richterlichen Beschluss abhören dürfen.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
Seit Jahren werden demokratische Rechte und individuelle Privatsphäre durch immer neue Überwachungsmaßnahmen eingeschränkt. DIE LINKE lehnt das neue Polizeiaufgabengesetz (PAG) ab. Der Richtervorbehalt muss weiterhin gelten.
Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen sollen grundsätzlich unbefristete beschäftigt werden.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Alle Lehrkräfte müssen grundsätzlich unbefristet beschäftigt werden. Befristete Verträge und damit verbundene häufige Schulwechsel verunsichern Lehrkräfte sowie SchülerInnen. Für eine gute Unterrichtsqualität und gute Bildung braucht es Sicherheit, Planbarkeit und Vertrauen in LehrerInnen.
Die dritte Startbahn des Flughafens München soll gebaut werden, obwohl der Bürgerentscheid sich dagegen ausgesprochen hatte.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
DIE LINKE lehnt eine dritte Startbahn weiterhin ab und fordert die Landesregierung dazu auf, den Bürgerwillen zu respektieren. Denn dafür werden Abgeordnete letztlich gewählt.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Die Städte müssen nach Menschen und nicht nach Autos gebaut werden. Ferner ist eine Fahrradinfrastruktur und ÖPNV notwendig, womit die Ballungszentren landesweit mehr verteilt werden. So könnten die Menschen näher am Arbeitsplatz leben. Dies könnte auch zur Entlastung des Wohnungsmarktes führen.
Es ist richtig, dass der Freistaat Familien beim Hausbau und Immobilienkauf finanziell unterstützt (Baukindergeld Plus).
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
Der dringend benötigte bezahlbare Wohnraum wird so nicht entstehen. Der Freistaat sollte Genossenschaftsmodelle mit alternativen Wohnideen fördern, in denen Mehr-Generationen-Häuser ebenso ein Bestandteil sind sowie finanzielle Umverteilung innerhalb von Genossenschaften.
Asylsuchende sollen eher Geld- statt Sachleistungen bekommen.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Die Ausgabe von Sachleistungen ist Schikane. Menschenwürdige Unterbringung und Behandlung Asylsuchender ist humanitäre Verpflichtung. Ferner sollte Menschen frei zustehen, Dinge zu beschaffen, die sie subjektiv für notwendig erachten.
Es soll in Bayern mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
Bereits jetzt ist Kameraüberwachung allgegenwärtig. DIE LINKE will nicht mehr, sondern weniger Kameraüberwachung. Wir wollen Grundrechte und Privatsphäre schützen!
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
DIE LINKE will einen Pflegemindestlohn in Höhe von 14,50 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Das löst das Problem des Fachkräftemangels. Dafür unterstütze ich ein Pflegevolksbegehren in Bayern. Das Abwerben von Pflegekräften aus dem Ausland für Dumping-Löhne ist keine Lösung.
Die Staatsregierung soll sich dafür einsetzen, dass wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsberuf ergreifen statt ein Studium zu beginnen.
Position von Gizem Fesli: Lehne ab
Ausbildung und Studium sind nicht gegeneinander auszuspielen. Jugendliche sollen vor allem das tun, was alle tun sollten: frei und gerecht ihren Bedürfnissen (und nicht den Kapitallogiken - mehr Profit, mehr Leistung, weniger Lebenszeit) leben.
Es soll in Bayern mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
DIE LINKE will zivilgesellschaftlicher Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, antifaschistische und antirassistische Projekte unterstützen. Wir fordern ein breites Netz von Beratungsstellen für Opfer neofaschistischer Gewalt.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Gizem Fesli: Stimme zu
Immobilienspekulation muss zudem besteuert werden (100% Gewinnabschöpfung), sodass Wohnen kein Spekulationsobjekt mehr sein darf. Wohnen ist ein Grundrecht: Ein gerechtes Gemeinwesen sollte mit Genossenschaften und anderen Formen für Wohnen ohne Gewinnabschöpfung entwickelt werden.

Über Gizem Fesli

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde,

in Bayern erreichte DIE LINKE. bei der Bundestagswahl tolle Ergebnisse mit Aussicht auf den Eintritt in den bayerischen Landtag. Rückblickend auf die 11,7%, die DIE LINKE. in Nürnberg-Nord als bestes Ergebnis in Bayern erlangte, ist es unsere gemeinsame Aufgabe, ein weiteres Mal solch starke Ergebnisse zu erzielen!

In jenem Bezirk steht auch meine Direktkandidatur sowie der Listenplatz 3 in Mittelfranken. Ferner arbeite ich in diesem Stadtteil als Stadtführerin neben meinem Studium des Lehramtes in Politikwissenschaft und Soziologie an der FAU Erlangen-Nürnberg, das ich nach meinem Auslandsjahr in den USA begann.

Gesamtgesellschaftlich betrachtet häufen sich unzählige soziale Probleme und beginnen bereits bei fehlender Existenzsicherung vieler Menschen. Obwohl Bayern das reichste Bundesland ist, ist der Reichtum hier am schlechtesten verteilt: Weniger als 100 Milliardäre und Multimillionäre besitzen über die Hälfte des gesamten Reichtums in Bayern. Sie haben mehr Geld, als sie je in ihrem Leben ausgeben können. Daher lege ich mein Augenmerk darauf, die Milliardäre stärker zu besteuern, um in ein besseres Allgemeinwesen zu investieren.

Mit diesem Ziel trat ich auch in die Partei ein und arbeite seither im Kreisvorstand von DIE LINKE. Nürnberg und im Studierendenverband DIE LINKE. SDS Nürnberg. DIE LINKE. tritt für soziale Gerechtigkeit ein und vereint Vielfalt, denn sie möchte mehr für die Mehrheit. Solidarisches Miteinander, bezahlbare Mieten und Frieden. Dafür treten wir an. Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Menschen an erster Stelle stehen, nicht die Profite Einzelner.

DIE LINKE. versteht sich dabei gleichzeitig als Stimme der Minderheiten und Weltoffenheit. Ich selbst habe türkisch-kurdischen Migrationshintergrund und gehöre dieser Minderheit genauso an. Daher ist eine meiner zentralen Aufgaben, Anliegen dieser Bevölkerungsgruppen in Zeiten der Blindheit vor dem Rechtsruck der Gesellschaft und Regierung lauter denn je werden zu lassen!

So gilt es Armut, Rassismus und Reichtumskonzentration als Ergebnis profitorientierter Politik gemeinsam – Alt und Jung, ausländische Minderheiten und deutsche Mehrheiten, Intellektuelle und Arbeiter – aufzuhalten! Um unser Bayern nicht der CSU zu überlassen, muss die Stimme der sozialen Gerechtigkeit den Landtag erreichen!

Herzliche Grüße

Gizem Fesli

Alle Fragen in der Übersicht

(...) Inwiefern sind diese dann davon betroffen? Wie wird auf Tagesmütter bei diesem Vorhaben eingegangen, die durch eine langfristige Erhöhung des Betreuungsschlüssels dadurch mit Gehaltseinbußen rechnen müssen? (...)

Von: Znepb Qvggre

Antwort von Gizem Fesli
DIE LINKE

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

(...) wie ist Ihre Haltung zum dreigliedrigen Schulsystem? (...)

Von: Nyrknaqre Uhore

Antwort von Gizem Fesli
DIE LINKE

(...) Eine Schule für alle als Ganztagsangebot wäre daher eine Lösung: also eine 10-jährige gemeinsame Schule unabhängig von sozialer, ökonomischer, kultureller oder religiöser Herkunft und Geschlecht und anderen Behinderungen; mit ausgiebigen kreativen Bildungs- und Betreuungsangeboten am Nachmittag. Solch ein integriertes Schulsystem führt zusätzlich dazu, dass leistungsstärkere SchülerInnen in Lernumgebungen positiven Einfluss auf leistungsschwächere SchülerInnen und deren Lernfortschritte ausüben. Dabei entstehen keine Nachtele für Erstere. (...)

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