Sehr geehrter Herr Kelch, wie stehen Sie zur "bunten" Gesellschaft, Homosexualität, sogenannten Patchwork-Familien und anderen unkonventionellen Lebensentwürfen?
Sehr geehrter Herr T.,
vielen Dank für Ihr Interesse und die Frage.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir in einer freien Gesellschaft leben und jeder sein Privatleben so gestalten kann, wie er möchte.
Eine "Patchworkfamilie" ist in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit mittlerweile ja etwas völlig normales und ich wüsste nicht, warum das ein Problem darstellen sollte.
Einige meiner guten Freunde und Bekannten leben in homosexuellen Beziehungen. Auch engagieren sich in unserer Partei viele Homosexuelle und auch Trans-Personen, die, entgegen dem landläufigen Denken, keinerlei Probleme bei uns haben.
Was ich verurteile, sind die Versuche dieser "bunten" Gesellschaft, uns allen IHRE vermeintlich "richtigen" Verhaltensregeln und Umgangsformen (z.B. werde ich niemals Gendern) aufzwingen zu wollen und damit Probleme schaffen, wo vorher nie welche waren. Meine betroffenen Freunde und Bekannte, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, lehnen diese Sonderbehandlungen und "woke" Rücksichtnahme strickt ab.
Damit fühlen sie sich erst bewusst stigmatisiert, was keiner möchte.
Meiner Meinung nach ist das der Aufmerksamkeitsdrang einer sehr kleinen Minderheit, die jetzt schon durch ihr gekünsteltes und schrilles Auftreten versucht aufzufallen.
Ansonsten bin ich ein sehr toleranter und freiheitsliebender Mensch.
Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.
