Warum sind Sie nicht für die Begrenzung bei der Tierhaltung?
Ackerbau und Viehzucht sind wesentliche Bestandteile unserer Wirtschaft im ländlichen Raum. Regionale Wertschöpfungsketten brechen jedoch immer weiter ein, da Viehhaltung und Ackerbau zunehmend auseinanderdriften. Dabei gehört die Viehzucht fest zur Landwirtschaft: Sie ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, die gesunde Böden und damit die Produktion gesunder Nahrungsmittel sichert – das gilt für die konventionelle wie für die biologische Landwirtschaft gleichermaßen.
Eine Nutztierhaltung ohne Obergrenzen entbindet Landwirte nicht von ihrer Verantwortung für das Tierwohl. Verantwortungsvolle Landwirte achten das Wohl ihrer Tiere. Aufgrund der Preispolitik und der Marktmacht großer Handelsketten entscheidet derzeit jedoch oft nicht die Haltungsform, sondern allein der Preis.
Um unsere Landwirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, muss sich die Strategie grundlegend ändern: Importe von tierischen Produkten aus Ländern, die nicht nach unseren Standards produzieren, müssen gänzlich gestoppt werden.
Zudem sollte nicht die reine Tierzahl eines Betriebs entscheidend sein, sondern die Qualität der Haltung. Eine geringere Tierzahl allein sagt schließlich noch nichts darüber aus, wie artgerecht die Haltung tatsächlich erfolgt.
