Wäre es nicht sinnvoll die Direktmandate zurückzuziehen und gemeinsam die Kandidatin der SPD zu unterstützen?
Liebe Vanessa, mir fällt es schwer zu wissen, dass ich dieses Jahr als Direktkanditaten jemanden von der CDU wählen muss, um das schlimmste zu verhindern. Wäre es nicht vielleicht sinnvoll es Mecklenburg-Vorpommern nachzumachen und die kräfte auf eine soziale Kandidatin zu bündeln? Wenn sich alle sozialen Parteien zusammen tun, ihre eigenen Direktkanditat*innen zurück ziehen und alle die Kandidatin der SPD (als am wenigsten polarisierende Partei) unterstützen?
Liebe Jana,
ich verstehe deine Bedenken und kann vor allem die Sorgen um eine mögliche AfD Regierung absolut nachvollziehen.
Tatsächlich ist ein Zurückziehen meiner Direktkandidatur zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die Wahlvorschläge sind ja bereits zugelassen.
Unabhängig davon, möchte ich durch meine Kandidatur in erster Linie eine Politik verhindern, die soziale Ungleichheit verschärft, Menschen aus der Gesellschaft ausschließt oder andere rechte Positionen übernimmt; ganz gleich von welcher Partei sie kommt.
Deshalb stehe ich selbst dem taktischen Wählen insgesamt sehr kritisch gegenüber, auch wenn ich die Intention dahinter nachvollziehen kann. Ich finde unsere Wahlentscheidung sollte sich nicht darauf reduzieren lassen, wen wir verhindern wollen, sondern ausdrücken, welche Politik wir stärken wollen. Zumal die Umfrageergebnisse keine Wahlergebnisse sind und wir heute gar nicht sicher wissen können welche Kandidaten*innen am Ende in einem Wahlkreis tatsächlich die besten Chancen haben.
Aus diesem Grund möchte ich Menschen davon überzeugen für die Politik zu stimmen, die sie sich wünschen. Eine Stimme für mich ist in jedem Fall eine Stimme dafür,
- Familien zu stärken,
- Soziale Arbeit zu sichern
- und Tierschutz zu achten!
Und ich hoffe sehr, die Möglichkeit zu bekommen, genau dafür zu kämpfen.
Solidarische Grüße aus der Börde.
