(...) Was die Energiepreise angeht: Deren Anstieg ist zum größten Teil auf die Gewinnmaximierung der privatisierten Energiekonzerne zurückzuführen. (...) Deshalb sind die gestiegenen Energiepreise kein Argument für Atomkraft, sondern ein Argument gegen die Quasimonopolstellung der privaten Energieversorger. (...)
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(...) Das scheinbare Paradoxon lässt sich leicht auflösen. Der Weg hin zu mehr und länger laufenden Kernkraftwerken zur Minderung der CO2 Problematik ist kein Ausweg sondern eine gefährliche Sackgasse. Jede Tonne abgebrannter Plutoniumstäbe, jeder Weiterbetrieb eines Kernkraftwerkes, insbesondere vom älteren Typus ohne jedwede haltbare Sicherung gegenüber terroristischen Anschlägen heutiger Prägung sind eine kurz-, mittel- und vor allem langfristige Gefährdung der umgebenden Regionen. (...)

(...) Aber ich halte den Neubau eines Kohlegroßkraftwerkes prinzipiell für falsch, da damit eine Investitions-Entscheidung in veraltete, extrem klimaschädliche Technik für die nächsten ca. (...) Gerade Stadtwerke sind in der Lage mit kleinen, dezentralen Anlagen die Kraftwärme Kopplung auszubauen und durch einen intelligenten Energiemix unabhängig von den Großkonzernen zu werden.
(...) Die vollständige Rekommunalisierung der Energieversorgung, also nicht nur der Netzte sondern auch der gesamten Energieerzeugung, halte ich dagegen nicht für sinnvoll. Anders als bei der Wasserversorgung ist ja bei der Energieversorgung ein echter Wettbewerb verschiedener Anbieter möglich, sofern der diskriminierungsfreie Netzzugang sichergestellt ist. (...)