(...) Die Gründe dafür sind vielfältig, das Versprechen von Anerkennung und Perspektive zählt sicher dazu. Die Suche nach Anerkennung durch Hinwendung zum gewaltbereiten Islamismus und Radikalisierung sind vermeidbar. Deshalb hat sich die Bundestagsfraktion in dieser Legislatur auch mit der Frage der Prävention beschäftigt und von der Bundesregierung die Entwicklung einer bundesweiten Präventionsstrategie gefordert. (...)
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(...) Soweit sich Ihre Frage auf Menschen in Deutschland und Europa bezieht, gibt es auch hier keine einfachen Antwort. Zumeist junge Menschen, die in ihrem beruflichen und privaten Leben Probleme haben oder sich von Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit bedroht fühlen, sind für die vermeintlich einfachen Schwarz-Weiß-Antworten der radikalisierten Islamisten, für deren Schuldzuweisungen an die „Ungläubigen“ offenbar gut erreichbar. Das umso mehr, als sich der IS erfolgreich und professionell moderner Medien und des Internets bedient. (...)
(...) Also kurz gesagt: Ich denke sehr wohl, dass die Bekämpfung von Diskriminierung beiträgt, die Propaganda des IS zu unterlaufen. Die gemeinsame Propagandalüge der Rechten und der Dschihadisten lautet schließlich: Muslime und Nichtmuslime können nicht friedlich und gleichberechtigt zusammenleben. (...)
(...) vielen Dank für Ihre erneute Frage. Das Szenario, das Sie beschreiben, wäre sicherlich beängstigend, entbehrt aber jeder Realität. Umfragen zeigen zudem, dass es den meisten Mehrstaatlern nicht um ihr Wahlrecht geht, sondern häufig um Erbansprüche. (...)