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(...) Zunächst einmal bin ich überzeugt, dass weder mein politisches Engagement noch das Rentenkonzept der SPD Ihren oder den Interessen der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes entgegenstehen. Es ist nicht so, dass nach unserem Konzept pauschal "Volle Rente für alle erst mit 67" gelten würde. In einer zunehmend differenzierten Arbeitswelt ist es zugegebenermaßen schwieriger geworden, für alle ArbeitnehmerInnen-Gruppen gleiche Formen des Eintritts ins Rentenalter zu schaffen. (...)
(...) gern möchte ich auf Ihre Frage bezüglich der Rente ab 67 Stellung beziehen. (...)
(...) November 2011 beziehen. Hier möchte ich ein paar Ergänzungen machen: Tatsächlich würde der Rentenbeitrag ohne das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz bis 2030 gegenüber 2011 um 0,5 % steigen. Dabei sollten Sie aber bedenken, dass der Rentenbeitrag zu diesem Zeitpunkt noch bei 19,9 % lag, inzwischen liegt er bei 18,9 %. (...)

(...) Einen weiteren konkreten Ansatz zur Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse stellt der Vorschlag der LINKEN dar, die Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich zu verkürzen und so die gesellschaftlich notwendige Arbeit gerechter zu verteilen. Im Wahlprogramm der LINKEN heißt es hierzu: (...)
(...) Als ich 2009 das erste Mal für den Bundestag kandidiert habe, hielten wir es schon für dramatisch, dass 21% der Beschäftigten in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeiten, heute sind es im Schnitt 23% - das ist fast ein Viertel der Beschäftigten! In unserem reichen Land Baden-Württemberg, im Speckgürtel der besonders reichen Region Stuttgart, nämlich in unseren beiden Kreisen Calw und Freudenstadt leben laut einer Untersuchung des Pestel-Instituts 30.000 Menschen, die unter einem gedachten Mindestlohn von 8,50 Euro arbeiten. Sie bringen als Vollzeitbeschäftigte im Schnitt einen Monatsnettolohn von 785 Euro nach Hause, als Minijobber mit Wochenarbeitszeiten von durchschnittlich 10,5 Stunden erhalten sie ein monatliches Taschengeld von 270 Euro. (...)