(...) Was die Arbeitslosenzahlen angeht, so spricht die Statistik zwar eine andere Sprache als ihr Bauchgefühl, aber ich glaube dass ihr Bauchgefühl gut funktioniert. Denn seit einiger Zeit werden aus den offiziellen Arbeitslosenstatistiken systematisch Menschen herausgerechnet, zum Beispiel jene in Maßnahmen vom Arbeitsamt. Viele Menschen empfinden auch Scham und melden sich gar nicht erst arbeitslos. (...)
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(...) In der Tat haben wir in einigen Berufszweigen eine deutlich höhere Differenz zwischen der Anzahl der verfügbaren Arbeitnehmer und den verfügbaren Arbeitsplätzen, als dies in anderen Branchen der Fall ist. Insgesamt bewegt sich jedoch die Arbeitslosenquote seit 2009 vergleichsweise stabil und nahm ab. Dabei muss man aus meiner Sicht natürlich berücksichtigen, dass es regionale Unterschiede gibt - und besonders Flächenländer wie Brandenburg größere Herausforderungen auf den Arbeitsmarkt zu bewältigen haben als andere Regionen des Bundeslandes. (...)
(...) Mit dem Gesetz wird die Qualifizierung von Fachkräften auf zweierlei Weise gefördert: Zum einen werden im Rahmen von beruflichen Weiterbildungen die bereits bestehenden Möglichkeiten zur Ausbildungsverkürzung ausgebaut. Wer Vorkenntnisse im Pflegebereich mitbringt, kann die Ausbildung von drei auf zwei Jahre verkürzen. (...)
(...) Aktuell sind bundesweit knapp drei Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, hinzu kommen Arbeitsuchende, die in Maßnahmen geparkt sind, statistische Tricks und die stille Reserve: also diejenigen, die sich nicht zur Arbeitssuche melden, alle die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten könnten oder krankgeschrieben sind oder jene, die an Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder über 58 Jahre sind und seit mindestens zwölf Monaten Arbeitslosengeld II beziehen. (...) Wichtig ist mir zugleich, dass wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro einführen, denn was wir brauchen ist vor allem „gute Arbeit“ und einen Lohn, von dem man auch leben kann. (...)
(...) Arbeitsmarktpolitik muss dazu beitragen, dass Arbeitslosigkeit schon im Ansatz verhindert wird. (...) Das Thema Lebenslanges lernen muss noch stärker in den Fokus rücken um Menschen in Arbeitslosigkeit einen Weg in Beschäftigung zu ebnen. (...)