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(...) Der Gesetzesentwurf von Bündnis 90 / Die Grünen sah vor, Tierversuche sowie die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere radikal zu minimieren und die Rahmenbedingungen für unvermeidbare Tierversuche so zu gestalten, dass die Tiere in ihrem Dienst an die Wissenschaft ein mögliches Maximum an würdevollem Leben erfahren. (...)
(...) Allein 2011 wurden in Deutschland rund 2,9 Millionen Wirbeltiere für Tierversuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet. (...) Für einige der Versuche scheint es bis auf weiteres noch keine Alternative zu geben, weshalb ein Totalverbot von Tierversuchen nach Abwägung der Güter Tierschutz und Gesundheit bis auf weiteres nicht zu realisieren ist. (...) Es gibt teilweise jedoch wissenschaftlich geprüfte Alternativmethoden, um wissenschaftliche Fragen zu klären oder die Gefährlichkeit von Stoffen für den Menschen zu bewerten. (...) Die Anzahl der Tierversuche will die SPD so weit wie möglich verringern und uns für die Verbreitung der 3-R-Methoden in der Forschung einsetzen. (...)

(...) „Tierversuche sollen, insbesondere wenn tierversuchsfreie alternative Verfahren vorhanden sind, für pharmazeutische Stofftests und andere qualvolle Experimente nicht mehr verpflichtend sein. Um einen Rückgang von Tierversuchen zugunsten von Forschungen an alternativen Methoden bewirken zu können, ist es notwendig, Subventionen für Tierversuche zu streichen und sie auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu verlagern. Gibt es wissenschaftlich erprobte Alternativmethoden für bestimmte Testverfahren, dürfen dafür keine Tierversuche eingesetzt werden. (...)