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(...) Nun zu Ihrer Frage. Gestern abend war ich bzu Besuch in der Lebenshilfe in Bad Kissingen, um mir ein Bild vor Ort zu machen, mit welchen Problemen man sich dort hauptsächlich herumschlagen muss. Ich habe diesen Besuch auch ganz ohne Presse durchgeführt, woraus deutlich wird, dass es nicht mein Interesse war als "Gutmensch" zu erscheinen, sondern dass mich die Entwicklung in der Hilfe für behinderte Menschen ganz praktisch interessiert. (...)
(...) Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit aller Menschen ist grundlegender Ansporn meiner politischen Aktivitäten. Mit Bündnis 90/ Die Grünen habe ich auch eine Partei gefunden, die diesen Anspruch nicht nur verbal kommuniziert, sondern aktiv versucht, die unzähligen Hemmnisse aus dem Weg zu räumen. (...)
(...) Gerade in einer WG ist dies ohne Weiteres möglich. Denn der Grundsatz der Subsidiarität (das heißt, so viel wie möglich der Eigenverantwortung des Einzelnen zu überlassen, aber auch so viel Unterstützung wie nötig seitens der Solidargemeinschaft zu gewähren) gilt für die ödp in allen Bereichen. (...)
(...) Die Förderung muß so individuell wie möglich erfolgen. Dabei sollen die Interessen, Wünsche, Fähigkeiten der behinderten Menschen – gleich, welchen Alters und Geschlechts – im Mittelpunkt stehen. Um das zu leisten, brauchen wir kleine, überschaubare Förderstätten mit einer beträchtlichen Anzahl gut ausgebildeten und hoch motivierten (also auch gut bezahlten) Personals beiderlei Geschlechts. (...)
(...) es ist tatsächlich so, wie ich Ihnen schon bei unserem letzten mailkontakt angedeutet habe: Der Bezirk Unterfranken ist in der Tat der einzige Bezirk in Bayern, der Menschen mit schwerer Behinderung, die sich für einen Umzug in eine Wohnstätte entscheiden nur eine Betreuung im Wohnheim bewilligt. Dies ist in meinen Augen ein Skandal. (...)