(...) Ich befürworte es, die Organspende als eine bewusste und freiwillige Entscheidung beizubehalten, die weder durch den Staat erzwungen werden darf, noch von der Gesellschaft erwartet werden kann. Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen sollte nicht auf ein nachträgliches Veto reduziert werden. Wenn ein Mensch sich zu Lebzeiten mit dieser Frage nicht auseinanderzusetzen will, ist auch das sein Recht auf Selbstbestimmung. (...)
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(...) Ethisch kann es dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. In jedem Fall muss aber transparent sein, warum Organ- und Gewebespenden vorgenommen werden und was mit entnommenen Organen und Gewebe geschieht. (...)
(...) Wie ich es bereits in meiner vorangegangenen Antwort auf eine Frage über dieses Portal geschrieben habe: Für mich als Mensch und Teil dieser Humangesellschaft ist das Wichtigste an der gesamten Diskussion, dass wir die Zahl der freiwilligen Organspender signifikant steigern. Derzeit liegt das Verhältnis zwischen Spendern und Menschen, die dringend eine Spende benötigen, bei weniger als 1:10. (...)
(...) Daher habe ich mich auch für die Widerspruchslösung bei Organspenden ausgesprochen. (...)
(...) Sie sprechen in sehr sensibles Thema an: Ein durch eine Organtransplantation steigendes Krebsrisiko. Ich gebe Ihnen Recht, dass ein potenzieller Organempfänger von seinen behandelnden Ärzten über alle Vorzüge aber auch alle Risiken im Vorfeld einer Transplantation aufgeklärt werden muss. (...)
(...) Es geht hierbei keineswegs darum, Organspenden als Allheilmittel darzustellen. Ob und in welchen Fällen eine Organspende durchgeführt werden sollte, muss in jedem Einzelfall ganz genau geprüft, wissenschaftliche Standards und Empfehlungen eingehalten werden. (...)