Frage an Angela Merkel bezüglich Soziale Sicherung

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Frage an Angela Merkel von Thomas S. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

sie und die CDU werben mit dem Slogan "gemeinsam erfolgreich".

Frage 1:

Was kann ein solcher Slogan bei Menschen für Gefühle auslösen, die sich auf Grund niederiger Entlohnung (4 Millionen Bundesbürger/innen arbeiten für Stundenlöhne unter 7 Euro), Arbeitslosigkeit, schmaler Rente oder andersweitig bedigten geringen Einkommen nicht an diesem "Erfolg" beteiligt und als gleichberechtigt in dieser Gesellschaft sehen?

In einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung wurden Sie darauf hingewiesen, dass viele der neuen Jobs prekär, schlecht bezahlt oder befristet sind.

Ihre Antwort:

"Wir haben heute so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse wie nie zuvor. Trotzdem müssen wir aufmerksam bleiben, ob überall faire Verhältnisse herrschen, denn manche Löhne sind einfach nicht in Ordnung."

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Interview-Angela-Merkel-Bundeskanzlerin-Wahlkampf-Mindestlohn-Maut-Griechenland-Hilfspaket;art27856,4915574

Die Rede vom "aufmerksam bleiben" kann (und soll vermutlich) suggerieren, dass
Sie und Ihre Politik längst aufmerksam sind was diese Problematik betrifft.

Frage 2:

Würden Sie sagen, dass Sie bezogen auf die Niedriglohnproblematik in den 8 Jahren Ihrer Kanzlerschaft wirklich aufmerksam waren?

Frage 3:

Wenn ja, wie erklären Sie diese Wahrnehmung?

"1995 waren noch 15 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor tätig, heute sind es mehr als 22 Prozent - absolut mehr als 6,55 Millionen Beschäftigte(...). Auch die Zahl der Empfänger von Armutslöhnen hat deutlich zugenommen. Ganze 40 Prozent der Niedrigverdiener haben lediglich ein Einkommen unter der Armutslohngrenze."

http://www.dgb.de/themen/++co++17f2321c-d301-11e0-4902-00188b4dc422

Frage 4:

Kann die Rede vom "gemeinsam erfolgreich" angesichts der für viele Menschen in Deutschland realen Probleme nicht kontraproduktiv wirken, sprich Menschen von der Wahl und demokratischen Teilhabe abbringen?

Viele Grüße, Thomas Schüller

Frage von Thomas S. am

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