(Warum) lässt sich die CDU in Altona auf ein Tauschgeschäft Schließung des Hirschpark-Wildgeheges gegen Errichtung einer Auffangstation für Wildtiere im Klövensteen ein?
Laut Hamburger Abendblatt vom 18. Februar 2026 möchte die CDU im Klövensteen eine neue Auffangstation für Wildtiere aufbauen.
https://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article411229264/wildtiere-in-hamburg-neue-auffangstation-gefordert-vorschlag-umstritten.html
Der Vorschlag wird in der Bezirksversammlung fast zeitgleich mit der angekündigten Schließung des traditionsreichen Damwild-Geheges im Hirschpark behandelt. Wenn die Schließung umgesetzt wird, werden die im Hirschpark bislang noch verbliebenen Tiere in das Wildgehege Klövensteen verbracht.
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/altona/aktuelles/pressemitteilungen/damwildgatter-hirschpark-wird-geschlossen-1138868
Der Transfer der Tiere setzt beim Revierförster im Klövensteen personelle Ressourcen frei, denn sein Team muss sich dann nicht mehr um Tiere im Hirschpark kümmern. So wären bei dieser mit dem Stichwort „Tierschutz“ verbrämten Operation mehr Kapazitäten für den Ausbau des Wildgeheges Klövensteen frei.
Vielen Dank für Ihre Frage.
Ein „Tauschgeschäft“ zwischen der Schließung des Wildgeheges im Hirschpark und einer möglichen Wildtierauffangstation im Klövensteen gibt es nicht.
Die Schließung des Damwildgatters im Hirschpark wurde vom Bezirksamt Altona mit tierschutzfachlichen Gründen begründet. Das Bezirksamt hat erklärt, dass eine artgerechte Haltung dort aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht mehr dauerhaft gewährleistet sei und die Tiere deshalb in den Klövensteen umgesetzt würden.
Wichtig ist mir dabei: Die CDU hat diese Entscheidung des Bezirksamts gerade nicht einfach übernommen oder „abgenickt“. Im Gegenteil: Gemeinsam mit meiner Kollegin Dr. Anke Frieling habe ich dazu am 3. Februar 2026 eine Schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gestellt, um die Entscheidungsgrundlagen und den Ablauf der Schließung kritisch zu hinterfragen.
Die Überlegung, im Klövensteen eine Wildtierauffangstation einzurichten, hat einen anderen Hintergrund. Der von der CDU Altona eingebrachte Antrag zielt zunächst darauf, prüfen zu lassen, ob dort eine Wildtierauffangstation eingerichtet und kurzfristig in Betrieb genommen werden kann. Dabei geht es darum, verletzten und hilfsbedürftigen Wildtieren in Hamburg besser zu helfen.
Gerade diese parlamentarische Nachfrage zeigt aus meiner Sicht, dass es keine Verknüpfung nach dem Motto „Schließung gegen Auffangstation“ gegeben hat.
Beide Themen sollte man deshalb klar voneinander trennen: Beim Hirschpark ging es um die Bewertung eines bestehenden Geheges durch das Bezirksamt. Bei der Wildtierauffangstation geht es um die Frage, ob es zusätzlich ein sinnvolles Angebot für die Versorgung verletzter Wildtiere geben kann.
Deshalb halte ich den Vorwurf eines politischen „Deals“ für unzutreffend.
Mit freundlichen Grüßen
Antje Müller-Möller
