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Welche Maßnahmen unterstützen Sie für eine Pflicht-Kennzeichnung von KI- und Symbolvideos im ÖRR sowie klare Konsequenzen, wenn irreführendes Bildmaterial in Nachrichtensendungen ausgestrahlt wird?

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Benjamin Mennerich
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Frage von Brigitte B. •

Welche Maßnahmen unterstützen Sie für eine Pflicht-Kennzeichnung von KI- und Symbolvideos im ÖRR sowie klare Konsequenzen, wenn irreführendes Bildmaterial in Nachrichtensendungen ausgestrahlt wird?

Ich bin Beitragszahler aus Hamburg und halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich für wichtig. Gerade deshalb sehe ich dringenden Reformbedarf bei Transparenz und journalistischen Standards.

Im heute journal vom 15.02.2026 wurde ein KI-generiertes Video im Nachrichtenkontext gezeigt, ohne eindeutige Kennzeichnung. Besonders sensibel war die Szene mit Kindern. Zusätzlich wurde weiteres Bildmaterial verwendet, das laut übereinstimmender Berichterstattung aus dem Jahr 2022 stammt und nicht zum ICE-Kontext passte.

Solche Vorfälle werden häufig nachträglich als „technische Versehen“ erklärt. Aus Zuschauersicht beschädigt das massiv das Vertrauen. Viele Menschen können Quellen nicht selbst überprüfen und sind auf korrekte Einordnung angewiesen.

Ich wünsche mir keine Abschaffung des ÖRR, sondern Reformen: klare Kennzeichnungspflichten für KI- und Symbolmaterial, transparente Aufarbeitung und verbindliche Konsequenzen bei journalistischen Fehlleistungen.

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Antwort von AfD

Sehr geehrte Frau B.

Vielen Dank für Ihre Frage, die mich auch erheblich umtreibt.

Die Mittel sowie die Art und Weise, mit der insbesondere im öffentlich-rechtlichen-Rundfunk Nachrichten "gestaltet" werden, sind meiner Meinung nach schon lange nicht mehr mit dem Anspruch vereinbar, den wir an Qualität, Ausgewogenheit und Faktentreue haben müssen.

Neben den von Ihnen erwähnten Verwendungen von KI-generierten Videos weise ich in diesem Zusammenhang insbesondere auf die unkritische Verwendung von Quellen wie "Antifa Zeckenbiss" -mit dem "Hase bleib hier Video"- oder die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden "Zufälle" hin, bei denen sich befragte vermeintliche Passanten als Mitglieder oder gar Funktionäre der [...]*Parteien entpuppen.

Wie Sie in Ihrer Frage schon angemerkt haben, ist die persönliche Verantwortlichkeit der Schlüssel zu einer Verbesserung der Situation. Wer aus Nachlässigkeit oder gar wissentlich, Unwahrheiten als Nachrichten verbreitet, muss hierfür persönlich zur Veratwortung gezogen werden. Für Journalisten aber auch für Politiker oder andere Personen des öffentlichen Lebens, die einen überdurchschnittlichen Einfluss auf die Meinungsbildung haben, müssen hierbei besonders strenge Maßstäbe gelten.

Markierungen von Quellen sowie Richtigstellungen bei fehlerhaften Berichten sind selbstverständlich notwendig aber bei weitem nicht ausreichend. In letzter Konsequenz wird eine effektive Verbesserung der Berichts- und Nachrichtenqualität wohl nur über eine adäquate Bußgeldregelung umsetzbar sein. 

Was die Zukunft des öffentlichen Rundfunks angeht, verweise ich an dieser Stelle nochmals auf unser AfD-Konzept eines "Grundfunks", der alle notwendigen Informationsleistungen für die Bürger zu einem deutlich geringeren Preis gewährleistet.

Ih hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben, sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne wieder an mich.

Mit freundlichen Grüßen

Benjamin Mennerich

 

*PS Ich musste die ursprüngliche Benennung der Nicht-AfD-Parteien -die sich auf deren Alter bezog- zensieren, da die Moderation von Abgeordnetenwatch diese mit folgender Begründung nicht veröffentlichen wollte. Bitte ersetzen sie daher die Punkte mit einem Begriff, den Sie für angemessen halten.

"Auf abgeordnetenwatch bemühen wir uns um einen sachlichen Diskurs. Demgemäß schalten wir Begriffe wie "[...]", die der gezielten Polemisierung dienen, nicht frei."

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