In der Veranstaltung am 23.02. in Ochsenhausen haben Sie ausgesagt, sich nicht in der Sana-Klinik behandeln lassen zu wollen. Wo dann? OSK oder FN?
Sehr geehrter Herr H.,
meine Aussage in Ochsenhausen war ausdrücklich keine Kritik an den Mitarbeitenden der Sana-Klinik. Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte leisten unter anspruchsvollen Bedingungen wertvolle Arbeit. Auf dem Podium habe ich formuliert, dass ich mich dort ungern behandeln lasse.
Meine Zurückhaltung gründet sich auf zahlreiche Rückmeldungen aus meinem persönlichen und beruflichen Umfeld. In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, Mitarbeitenden verschiedener Pflegeeinrichtungen im Landkreis sowie auch im Austausch mit Personen aus dem Rettungs- und Notdienst wurde wiederholt von sehr langen Wartezeiten berichtet. Zudem wurde mehrfach der Eindruck geschildert, dass es vereinzelt zu Ungleichbehandlungen kommen könne, etwa wenn Personen aufgrund persönlicher Bekanntheit vorgezogen würden. Ob dies im Einzelfall tatsächlich zutrifft, kann ich nicht abschließend beurteilen, doch die wiederkehrende Wahrnehmung solcher Vorgänge beeinflusst selbstverständlich das Vertrauen in eine Einrichtung.
In anderen Häusern, zum Beispiel in der OSK, habe ich persönlich eine andere Form der Organisation und Begegnung erlebt, die bei mir ein stärkeres Gefühl von Verlässlichkeit hinterlassen hat.
Mein Ziel ist, dass wir im Landkreis eine medizinische Versorgung haben, zu der die Bürgerinnen und Bürger uneingeschränkt Vertrauen haben und auf die sie im Notfall selbstverständlich zurückgreifen. Die Menschen in unserem Landkreis verdienen eine medizinische Versorgung, auf die sie stolz sein können. Verbesserungsbedarf offen anzusprechen ist für mich Teil verantwortungsvoller Politik.
