Wie werden Sie - trotz Kürzungen - den menschenrechtskonformen Zugang von Gewaltopfern zu psychotraumatologischer Versorgung gewährleisten?
Sehr geehrter Herr Linnemann,
wie werden Sie sicherstellen, dass die Versorgung von Gewaltopfern - trotz geplanter Kürzungen im Gesundheitsbereich - menschenrechtskonform gewährleistet wird?
Viele Gewaltopfer benötigen eine spezialisierte psychotraumatologische Behandlung. Hierfür ist eine zusätzliche Fortbildung in Psychotraumatologie erforderlich. Bereits heute besteht in Deutschland ein erheblicher Mangel an Psychotraumatologen.
Deutschland ist durch die EU-Opferschutzrichtlinien sowie Europarat und UN Menschenrechtsabkommen verpflichtet, Gewaltopfern einen wirksamen Zugang zu einer geeigneten medizinischen Versorgung zu gewährleisten. Auch die WHO betont in ihren Leitlinien die Bedeutung einer qualifizierten, traumasensiblen Versorgung.
Welche konkreten Maßnahmen werden Sie ergreifen, um trotz angekündigter Einsparungen, den Ausbau psychotraumatologischer Versorgungsstrukturen und einen menschenrechtskonformen Zugang zur Behandlung für Gewaltopfer sicherzustellen?
