Wie stehen Sie zur ÖPNV-Situationen mit unzähligen SEVs, Ausfällen aber dennoch stetig steigenden Ticketpreisen, besonders im Bereich Schöneweide - Treptower Park und Spindlersfeld?
Die Situation bei der S-Bahn im Bezirk Treptow-Köpenick ist zeitweise katastrophal, wie ich auch selbst erleben darf.
Die immer wieder ungeplant auftretenden Ausfälle, Verspätungen und Einschränkungen beispielsweise durch Weichen- oder Signalstörungen, Polizei- und Notarzteinsätze oder Personen im Gleis sind nicht akzeptabel. Gleiches gilt, wenn der Schienenersatzverkehr nicht planmäßig fährt.
Dies betrifft leider alle Linien im Bezirk, ob über Schöneweide zum BER, nach Spindlersfeld, als auch über Köpenick und weiter.
Hier ist vor allem die S-Bahn Berlin bzw. die Deutsche Bahn als Netzbetreiber in der Verantwortung, solche Mängel in den Verkehrsleistungen zügig abzustellen.
Bei mangelhaften Leistungen kann der Senat die Zahlungen an die S-Bahn kürzen.
Da die Ticketpreise im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg festgelegt werden, können die Probleme bei der S-Bahn nicht pauschal auf alle anderen Verkehrsmittel (U-Bahn, Tram, Bus) übertragen werden.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Preisanpassungen. Allerdings fordert die AfD Berlin attraktive ÖPNV-Preisstrukturen und Vergünstigungen für Vielnutzer, wie z.B. ein Jobticket auch für kleinere Unternehmen. Um die Attraktivität der ÖPNV zu steigern, bleibt es aber vor allem Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Sicherheit!
Hier kann die Politik nur Rahmenbedingungen setzen. Umsetzen müssen dies die beauftragten Verkehrsunternehmen.
