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Zusatz. AW 06.05.2026: Welche Möglichkeiten haben Sie in einer repräsentativen Demokratie als Mitglied des Bundes-Umweltausschusses um das Pfandflaschensystem zu verbessern?

Dr. Fabian Fahl in Aachen
Fabian Fahl
Die Linke
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Frage von Jan R. •

Zusatz. AW 06.05.2026: Welche Möglichkeiten haben Sie in einer repräsentativen Demokratie als Mitglied des Bundes-Umweltausschusses um das Pfandflaschensystem zu verbessern?

Danke für Ihre Antwort.

Die Linke fordert in Ihrem Wahlprogramm den Umbau zu einer Kreislaufwirtschaft. Und Pflicht für bundesweit einheitliche und standardisierte Mehrwegsysteme.

Was für Möglichkeiten haben Sie, in der Repräsentativen Demokratie, im Umweltbundesausschuss um sich für Mehrwegsysteme einzusetzen. Welche kleine Anfrage, Änderungsanträge, Sachverständigen Anhörung, usw. haben Sie erreicht?

Viele Bürger finden es nicht sinnvoll und haben es nicht nötig Pfandflaschen abzugeben und entsorgen diese an unmöglichsten Orten. Andere sind auf 8-28 Pfandflaschen angewiesen um 1 Liter Milch zu kaufen und durchsuchen Mülleimer mit Hundekot. Stimmt das finanzielle Verhältnis?

PFAS töten. Viele Einwegbecher, to go, sind mit PFAS beschichtet, wie ist zu rechtfertigen, dass fastfood Ketten keine Pfandflaschen verkaufen, wie Kioske oder Trinkhallen auch?

Früher ist man durchs Ausland gelaufen und hat mit dem Kopf geschüttelt, heute läuft man durch die BRD, sieht den wilden Müllha...

Dr. Fabian Fahl in Aachen
Antwort von Die Linke

Vielen Dank für Ihre Frage. Die Linke setzt sich für eine konsequente Kreislaufwirtschaft ein. Dazu gehören bundesweit einheitliche und standardisierte Mehrwegsysteme, damit Mehrweg für Verbraucher*innen einfacher und attraktiver wird und Verpackungsmüll wirksam reduziert werden kann.

In dieser Legislaturperiode wurde das Thema Mehrweg unter anderem im Rahmen einer Petition behandelt. Die Linksfraktion hat diese ausdrücklich unterstützt; unser Kollege Sören Pellmann hat dazu sogar im Petitionsausschuss gesprochen. Darüber hinaus werden wir uns auch im Umweltausschuss dafür einsetzen, entsprechende Initiativen kritisch zu begleiten und Verbesserungen einzubringen, etwa durch Anträge oder Änderungsanträge, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Eine Anhebung des Pfands auf Einwegverpackungen halte ich grundsätzlich für sinnvoll, um Rückgabequoten zu erhöhen und Vermüllung zu reduzieren. Gleichzeitig sollte aber niemand darauf angewiesen sein, Pfandflaschen aus Mülleimern zu sammeln, um sich Lebensmittel leisten zu können. Deshalb gehören für mich auch armutsfeste Sozialleistungen und eine auskömmliche Mindestrente zu einer sozialen Umweltpolitik.

Beim Thema PFAS ist unsere Position klar: Diese sogenannten "Ewigkeitschemikalien" bergen erhebliche Risiken für Umwelt und Gesundheit und sollten, wo immer möglich, verboten und durch sichere Alternativen ersetzt werden. Das gilt selbstverständlich auch für Lebensmittelverpackungen und Einwegbecher. Mehrweg statt Einweg ist deshalb nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern auch des Gesundheitsschutzes.

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