Sie saßen im Aufsichtsrat der Bank "HSBC Trinkhaus" gegen die wegen Cum-Ex-Geschäften ermittelt wird. Wieso äußern Sie sich nicht zu den diesbezüglich geäußerten Fragen der NGO "Finanzwende"?
Sehr geehrter Herr Merz,
ich möchte die meiner Kenntnis nach bisher unbeantwortete Anfrage von Martin P. 15.06.23 wiederholen und bitte höflich um Beantwortung:
Sie hatten durch all Ihre Jobs in der Wirtschaft mehrere Berührungspunkte mit Cum-Ex-Geschäften. Unter anderem waren Sie Mitglied im Verwaltungs- und später Aufsichtsrat der Bank HSBC Trinkaus, die an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen sein soll. Die NGO "Bürgerbewegung Finanzwende" hat dazu bereits 2018 einen offenen Brief an Sie verfasst (https://www.finanzwende.de/themen/cumex/offener-brief-an-friedrich-merz/). Zu diesen Fragen haben Sie sich aber nie geäußert. Wieso nicht? Werden Sie Ihre Berührungspunkte zu Cum-Ex noch erläutern und so die Transparenz liefern, die Sie (absolut zu Recht) von Olaf Scholz einfordern?
Vielen Dank für eine Antwort und freundliche Grüße
Sehr geehrter Herr M.,
täglich erreichen mich sehr viele Anfragen aus meinem Wahlkreis und dem ganzen Bundesgebiet. In vielen Zuschriften bitten mich Bürgerinnen, Bürger oder Unternehmen mit persönlichen Anliegen um Unterstützung. In anderen äußern sie Bedenken zu Gesetzesvorhaben und bieten gleichzeitig Lösungen an. Wieder andere möchten eine persönliche Einschätzung von mir zu politischen Themen. Gemeinsam ist all diesen Zuschriften, dass sie sehr persönlich sind. Ich möchte daher auch persönlich darauf antworten und bin froh, dass ich ein Team habe, das mich dabei unterstützt.
Bei Fragen über abgeordnetenwatch.de wird die Antwort einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was verbietet, dass individuelle Probleme angesprochen werden oder der Persönlichkeitsschutz gewahrt bleibt.
Ich habe mich daher entschieden, Fragen die mich über abgeordnetenwatch.de erreichen, nicht zu beantworten.
Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich mit mir, wie mit jedem anderen Abgeordneten des Deutschen Bundestages, in vielfältiger Weise auf direktem Weg austauschen – per Brief, E-Mail oder telefonisch. Ich bitte Sie dabei, gerade bei Mailzuschriften, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer anzugeben, unter der ich Sie gegebenenfalls auch persönlich erreichen kann.
Zudem können Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Bundespolitik über die Internetseite der Bundesregierung gestellt werden (https://www.bundeskanzler.de/bk-de/service/kontakt oder per E-Mail: bundeskanzler@bundesregierung.de).
Mein Team und ich kümmern uns um alle Anliegen und beantworten sie so zeitnah wie möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Friedrich Merz MdB
