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Wie stehen Sie zu den EU-Sanktionen gegen Hüseyin Doğru?

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Frage von Bernhard F. •

Wie stehen Sie zu den EU-Sanktionen gegen Hüseyin Doğru?

Sehr geehrte Frau Reichinnek,
als selbst links orientierter Bürger, der über die Anwendung der EU-Sanktionen gegen einzelne Journalisten wirklich besorgt ist, möchte ich von Ihnen gerne wissen:
1. Halten Sie die gegen Herrn Doğru erlassenen Einschränkungen für angemessen?
2. Sind sie mit der Europäischen Menschenrechtscharta vereinbar?
3. Haben Sie einen Vorschlag zum weiteren Umgang mit diesem Thema?
4. Und speziell zu der Situation des Herrn Doğru?
Für eine zeitnahe Beantwortung meiner Fragen wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard F.
Diplomsozialarbeiter
A.

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Antwort von Die Linke

Ich halte Sanktionen gegen Journalist*innen immer für hochproblematisch, wenn sie ohne transparentes Verfahren und ohne gerichtliche Klärung existenzielle Grundrechte einschränken. 
Das muss rechtlich überprüft werden. Aus unserer Perspektive sind Kontensperrungen, Reisebeschränkungen und Arbeitsverbote ohne wirksamen Rechtsschutz mit europäischen Grundrechten kaum vereinbar, insbesondere wenn sie auch noch Familienmitglieder betreffen.
Die EU muss offenlegen, auf welcher Grundlage solche Sanktionen verhängt wurden, und effektiven Rechtsschutz garantieren. Politisch braucht es eine Überprüfung, ob Sanktionsinstrumente zunehmend gegen missliebige Stimmen statt gegen tatsächliche Gefährder eingesetzt werden.
Im Fall Doğru sollte die Bundesregierung auf Transparenz, Verhältnismäßigkeit und eine schnelle rechtsstaatliche Überprüfung drängen. Wenn keine belastbaren Belege vorliegen, müssen die Sanktionen aufgehoben werden.

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