Welche Position beziehen Sie zu Agri-PV und speziell zu cradle to cradle gerechten Ausführungen?
Der bäuerlichen Landwirtschaft würde sich eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Sie könnten auch über eine autarke Hof- und Dorfgemeinschaft der notwendigen Energiewende behilflich werden.
Vielen Dank für das Interesse, die hinter Ihrer Frage steckt. Die in der Frage beschriebene Nutzung von Agri-PV begrüßen wir ausdrücklich. Auch Landwirtschaft, die regionale Stoffkreisläufe stärkt und möglichst schließt, unterstützen wir als Linke.
So wollen wir Agri-PV gezielt fördern, weil damit erneuerbare Energie erzeugt und zugleich die landwirtschaftliche Nutzung der Böden erhalten werden kann. Große Freiflächen-PV-Anlagen auf guten Ackerböden sehen wir dagegen kritisch, weil sie Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung entziehen. Photovoltaik gehört für uns deshalb zuerst auf die Dächer vom Kuhstall bis hin zum Wirtschaftshaus.
Zugleich steht Die Linke für eine konsequente Kreislaufwirtschaft. Materialien müssen möglichst lange genutzt und Rohstoffkreisläufe geschlossen werden. Nur wenn Materialien im Kreislauf bleiben, belasten wir Böden, Wasser und Klima so wenig wie möglich und schützen unsere Umwelt. Cradle to Cradle ist dafür ein sinnvoller Ansatz.
Sachsen-Anhalt braucht eine Wirtschaft, die Abfall vermeidet, Rohstoffe zurückgewinnt und Umweltbelastungen konsequent reduziert. Deshalb wollen wir Sachsen-Anhalt zu einem Zentrum und Vorreiter der Recyclingwirtschaft entwickeln, mit einer klaren Industrie- und Innovationsstrategie für Rohstoffrückgewinnung und Kreislaufproduktion.
