Wie gedenkt die Politik Druck auf die Deutsche Bahn aufzubauen, die Probleme auf der Bahnstrecke HH-LG(UE) in den Griff zu bekommen?

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Frage von Fabian H. •

Wie gedenkt die Politik Druck auf die Deutsche Bahn aufzubauen, die Probleme auf der Bahnstrecke HH-LG(UE) in den Griff zu bekommen?

Sehr geehrter Herr Blankenburg,
ich bin Pendler aus Lüneburg und fahre in der Woche mehrfach mit dem Zug nach Hamburg.
Wie kann es sein, dass die Strecke Lüneburg (Uelzen) - Hamburg keine 4 Wochen nach der sog. Qualitätsoffensive so massiv von Signal-, Weichen- und Oberleitungsstörungen geprägt ist und der Zustand der Verspätungen schlimmer ist, wie zur Qualitätsoffensive mit Ersatzfahrplan?
Ein weiter so bis zur geplanten Generalsanierung in 2029 ist inakzeptabel. Auch vor dem Hintergrund der geplanten Neubaustrecke darf die Bestandsstrecke keine 2. Wahl für die DB werden sondern muss eine leistungsfähige alternative zum geplanten Neubau bleiben. VG

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und die Schilderung der Situation auf der Bahnstrecke Hamburg - Hannover. Ich bitte die verspätete Rückmeldung zu entschuldigen. Ich hatte beim metronom um Auskunft gebeten, wie die Streckensituation sich aus Unternehmenssicht seit der Qualitätsoffensive darstellt und in welchem Umfang sowie aus welchen Gründen es seitdem zu Schwierigkeiten kam. Diese Informationen wären zur Einschätzung der Situation sicherlich hilfreich gewesen. Leider habe ich sie bisher nicht erhalten.

Generell kann ich Ihre Kritik absolut nachvollziehen. Im Rahmen der Qualitätsoffensive konnten Maßnahmen zur Verbesserung des Schienenverkehrs nur in begrenztem Umfang durchgeführt werden. Dennoch hatten wir uns alle sicherlich spürbare Verbesserungen erhofft. Wenn diese nun ausbleiben, ist das ein weiteres Signal, dass wir die benötigten Kapazitäten auf dieser, teils zu 147-Prozent ausgelasteten, Strecke nicht schaffen können. Daher bin ich sehr froh, dass der Bundestag sich in der nächsten Woche mit dem Beschluss einer entsprechenden Neubaustrecke befassen wird. Langfristig ist das die einzige Lösung für die Probleme auf der Schiene in diesem Bereich.

Aber auch kurzfristig müssen Verbesserungen her, das steht außer Frage. Parallel zur für das Jahr 2029 angesetzten Korridorsanierung müssen daher weitere kapazitätssteigernde Maßnahmen für die Bestandsstrecke auf den Weg gebracht werden. Dazu gehören unter anderem Arbeiten an Gleisen und Weichen, die Einrichtung von Überleitstellen für flexiblere Gleiswechsel, aber auch zusätzlicher Lärmschutz für Anwohnende. Wir haben bereits zu viel Zeit auf dem Weg zu einem guten und verlässlichen Schienenverkehr verloren. In der nächsten Woche stellen wir die Weichen dafür, dass Bahnfahren im Norddeutschen Raum wieder besser und verlässlicher wird.

Mit freundlichen Grüßen

Jakob Blankenburg

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