Was denken Sie ist das Ergebnis, wenn man bei der ambulanten Versorgung einer der größten Ursache für Kranktage und Frührente den dicken Rotstift ansetzt? Es geht um ambulante Psychotherapie.
Sehr geehrter Herr W.,
zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, geht es um die Kürzung der Honorare für ambulante Psychotherapie in Deutschland zum 1. April 2026 um 4,5%, was eine Umsetzung des Beschlusses durch den Bewertungsausschuss ist. Der Bewertungsausschuss legt die Rahmenbedingungen für die vertragsärztliche Vergütung fest. Er ist mit jeweils drei Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des GKV-Spitzenverbandes besetzt. Er ist somit Bestandteil der Selbstverwaltung der Akteure im Gesundheitsbereich in Deutschland.
Auf der Landesebene in Rheinland-Pfalz haben wir kürzlich im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD unsere Ziele und Idee in verschiedenen Bereichen vereinbart. Im Abschnitt zur Psychotherapie heißt es
"Wir wollen den Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung verbessern und die Wartezeiten für Therapieplätze spürbar verkürzen; dies gilt vor allem für schwere und akute Fälle sowie für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen. CDU und SPD fördern zudem frühzeitige Prävention und niedrigschwellige Hilfsangebote. Dabei fordern wir vom Bund eine verlässliche und angemessene finanzierte Weiterbildung nach dem Psychotherapiestudium und ausreichend Weiterbildungsplätze in allen Versorgungsbereichen." (Zeile 1604 bis Zeile 1610 des Koalitionsvertrags RLP zwischen CDU und SPD)
Wenn Sie weitere Ideen oder Anregungen haben, können Sie mich gerne auch per E-Mail erreichen unter der Adresse info@jens-muenster.de
Mit freundlichen Grüßen
Jens Münster
