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Welche Position beziehen Sie zu Agri-PV und speziell zu cradle to cradle gerechten Ausführungen?

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John Lucas Dittrich
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Frage von Matthias M. •

Welche Position beziehen Sie zu Agri-PV und speziell zu cradle to cradle gerechten Ausführungen?

Der bäuerlichen Landwirtschaft würde sich eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Sie könnten auch über eine autarke Hof- und Dorfgemeinschaft der notwendigen Energiewende behilflich werden.

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Antwort von BSW

Grundsätzlich stehen wir Agri-PV offen gegenüber, wenn sie der Landwirtschaft dient und sie nicht verdrängt. Gerade für bäuerliche Betriebe kann die Kombination aus landwirtschaftlicher Nutzung und eigener Energieerzeugung eine zusätzliche und verlässliche Einnahmequelle schaffen. Interessant ist das besonders dann, wenn die erzeugte Energie möglichst vor Ort genutzt wird – auf dem eigenen Hof, von benachbarten Betrieben oder innerhalb einer Gemeinde. So können regionale und teilweise energieautarke Strukturen gestärkt werden.

Wichtig ist für uns aber, dass fruchtbare Ackerflächen weiterhin in erster Linie der Landwirtschaft dienen. Agri-PV sollte deshalb so geplant werden, dass die Bewirtschaftung erhalten bleibt und Landwirte nicht durch große Investoren vom eigenen Boden verdrängt werden.

Auch den Cradle-to-Cradle-Gedanken halten wir dabei für sinnvoll: Anlagen sollten möglichst langlebig, reparierbar und so konstruiert sein, dass Materialien nach ihrer Nutzung wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden können. Dazu gehört auch, bereits bei der Genehmigung an Rückbau und Wiederverwertung zu denken.

Unser Grundsatz wäre daher: Agri-PV ja – wenn Landwirtschaft, regionale Wertschöpfung und Energieversorgung gemeinsam profitieren und nicht wertvoller Boden zum reinen Spekulationsobjekt für Energiekonzerne wird.

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