Wie stehen Sie zur Kostenbeteiligung der Patient*innen bei Zahnarztbehandlungen?
Guten Tag Frau Bohnen,
ehrlich gesagt war ich geschockt, als ich aus den Reihen der CDU die Forderung hörte, dass die Bürger*innen die Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz in Zukunft komplett selbst bezahlen sollen. Das wäre für mich überhaupt nicht finanzierbar. Ich finde die extrem hohe Selbstbeteiligung bei Sehhilfen schon sehr problematisch… Wie stehen Sie und Ihre Partei dazu?
Mit freundlichen Grüßen,
A. S.
Hallo A.S.,
vielen Dank für Ihre Frage!
Bei der aktuellen Debatte frage ich mich auch, ob wir uns zukünftig zwischen Zahnbehandlung/ Zahnersatz oder Mittagessen für die Kinder entscheiden müssen. Diese Forderung ist ein Beleg dafür, dass die Union eben nicht weiß, wie die Lebensrealität der Mehrheit aussieht!
Als Linke stellen wir uns klar diesem Vorstoß der "Wirtschaftsunion" entgehen und sagen, dass gesunde Zähne eben keine Frage des Geldbeutels sein darf!
Wir fordern eine grundlegende Reform der zahnärztlichen Versorgung mit dem Ziel, die finanzielle Eigenbeteiligung der Patienten abzuschaffen. Im Zentrum steht dabei die Forderung nach einer beitragsfreien Versorgung für Zahnersatz, Brillen und Hörgeräte, um soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen zu beseitigen.
Dafür treten wir für eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung ein, in die alle Bürger einzahlen, auch Spitzenverdiener, Beamte und Selbstständige, sowie die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Damit können wir ein gerechtes und leistungsfähiges Gesundheitssystem für alle schaffen, weg von der Zwei-Klassen Medizin.
Herzliche Grüße
Kim Sophie Bohnen
