Wie stehen Sie zur Homöopathie,bzw.alternativen (anthroposophischen)Medizin? Wie vertreten Sie Ihre Haltung in der Öffentlichkeit??
Als Naturheilkundler bin ich seit 50 Jahren mit o.a.Heilkunde(WALA/WELEDA)vertraut und halte sie
als begleitend vorbeugende Maßnahme für effizienter als allein pharmazeutische Medikamente
Vielen Dank für Ihre Frage.
Viele Menschen machen gute persönliche Erfahrungen mit naturheilkundlichen oder komplementären Verfahren. Für viele gehört dazu auch der Wunsch, Gesundheit ganzheitlich zu betrachten – also Körper, Psyche, Lebensstil und Umfeld zusammenzudenken. Dieses Bedürfnis nehme ich sehr ernst.
Mir ist wichtig, dass wir unterschiedliche Perspektiven auf Gesundheit nicht gegeneinander ausspielen. Die moderne Medizin hat enorme Fortschritte möglich gemacht und ist für Diagnose und Behandlung vieler Krankheiten unverzichtbar. Gleichzeitig wünschen sich viele Menschen mehr Zeit für Prävention, für Lebensstilfragen, für Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit.
Gerade hier setzen viele naturheilkundliche Ansätze an. Diese Perspektive – Gesundheit nicht nur über Medikamente zu denken, sondern auch über Lebensführung, Prävention und Selbstwirksamkeit – halte ich für sehr wertvoll.
Für politische Entscheidungen im Gesundheitssystem ist für mich wichtig, dass wir uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Sie helfen uns zu beurteilen, welche Verfahren wirksam und sicher sind und welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden können.
Mein Ziel ist deshalb keine Gegenüberstellung von Schulmedizin und Naturheilkunde, sondern ein Gesundheitssystem, das wissenschaftliche Medizin, Prävention und eine ganzheitliche Sicht auf Gesundheit sinnvoll miteinander verbindet – und dabei die Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt.
