Ihr Wahlprogramm fordert eine Solarpflicht für neue Wohngebäude. Wie verhindern Sie, dass dadurch Bauen und Wohnen für Familien im Wahlkreis 25 noch teurer werden?
Vielen Dank für Ihre Frage, gerade vor den Anstieg der Mieten der letzten Jahre und aktuell hohen Zinsen kann ich Ihre Bedenken nachvollziehen. Man muss bei dieser Maßnahme aber im Blick behalten, dass nur Neubauten betroffen sind. Das wären im Wahlkreis 25 pro Jahr nur wenige Dutzend Gebäude. Fast alle Mieter und Eigentümer wären von dieser Regelung nicht betroffen.
Für die betroffenen Neubauten gilt, dass sich dadurch zwar die Baukosten in der Regel um etwa 5 Prozent erhöhen, diese Kosten aber im Schnitt nach bereits 10 Jahren amortisiert sind. Die folgenden 10 bis 15 Jahre würden diese Solaranlagen aktiv Geld sparen und damit die Wohnkosten senken. Die größte Ersparnis haben Eigenheimbesitzer, da sie ihren gesamten Gebäudeverbrauch und Mobilität an den erzeugten Strom anpassen können, aber auch Mieter können durch Dachsolaranlagen sparen. § 42a und §42b des Energiewirtschaftsgesetzes sieht Modelle vor, wie der Vermieter den erzeugten Strom vergünstigt an die Mieter weiter geben kann. So erhält der Vermieter mehr, als durch eine klassische Einspeisung ins Netz und die Mieter zahlen weniger, als bei einer regulären Grundversorgung.
Diese Maßnahme senkt also die Nebenkosten für alle Beteiligten. Das Kernproblem hoher Mietpreise löst es jedoch nicht, aber es ist ein ökonomisch sinnvoller Beitrag zur Energieunabhängigkeit.
