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Wie stehen Sie zu den geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem?

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Parsa Marvi
SPD
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Frage von Maria S. •

Wie stehen Sie zu den geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem?

Sehr geehrter Herr Parsa Marvi,
wie viele meiner KollegInnen in der Psychotherapie bin ich aktuell von erheblichen finanziellen Einschnitten betroffen. Die kurzfristig umgesetzte Kürzung von 4,5 Prozent stellt bereits eine große Belastung dar. Darüber hinaus sieht der Reformvorschlag von Frau Warken weitere Reduzierungen vor, die insgesamt auf etwa 10 Prozent hinauslaufen könnten.
Besonders besorgniserregend ist jedoch die geplante Begrenzung des extrabudgetären Gesamtvolumens. Diese Maßnahme hätte voraussichtlich weitreichende Folgen – sowohl für unsere wirtschaftliche Existenz (mit möglichen Einnahmeverlusten von 20 Prozent und mehr) als auch für die Versorgung unserer PatientInnen.
Viele in unserem Berufsstand empfinden die aktuelle Entwicklung als existenzbedrohend. Auch ich sehe dadurch meine berufliche und familiäre Zukunft ernsthaft gefährdet.
Daher möchte ich Sie fragen: Wie stehen Sie zu diesen geplanten Maßnahmen?
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Maria S.

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Eine gute psychotherapeutische Versorgung ist für mich ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Psychische Erkrankungen müssen ebenso ernst genommen werden wie körperliche Erkrankungen. Deshalb darf es nicht zu einer Verschlechterung der Versorgung oder längeren Wartezeiten kommen.

Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft zu stabilisieren. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verfolgt das Ziel, den weiteren Anstieg der Beiträge zu begrenzen und die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung langfristig zu sichern.  

Die von Ihnen angesprochenen Regelungen zur ambulanten Psychotherapie werden derzeit intensiv diskutiert. Die Kritik von Fachverbänden, Patientinnen und Patienten sowie Ländern nehmen wir sehr ernst.  

Für mich ist entscheidend, dass am Ende zwei Ziele erreicht werden: eine stabile Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und eine verlässliche psychotherapeutische Versorgung.

Deshalb setze ich mich dafür ein, dass im laufenden Gesetzgebungsverfahren tragfähige Lösungen gefunden werden, die den Zugang zu psychotherapeutischen Leistungen sichern und gleichzeitig die finanzielle Stabilität der GKV stärken. Beides gehört für mich zusammen.

Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement.

Mit freundlichen Grüßen

Parsa Marvi

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