Sind sie für die Koppelung des Renteneintrittsalter
Sehr geehrter Herr K.,
Vielen Dank für Ihre Frage.
Die gesetzliche Rentenversicherung und damit auch das Renteneintrittsalter sind Angelegenheiten des Bundesgesetzgebers. Als Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen entscheide ich darüber nicht unmittelbar.
Unabhängig davon ist klar: Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor große Herausforderungen. Immer weniger Erwerbstätige finanzieren die Renten einer wachsenden Zahl von Ruheständlern. Deshalb müssen wir darüber sprechen, wie die gesetzliche Rente auch für künftige Generationen verlässlich und finanzierbar bleibt.
Ob eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung dafür der richtige Weg ist, sollte sorgfältig geprüft werden. Dabei genügt aus meiner Sicht kein starrer Automatismus. Entscheidend ist, dass unterschiedliche Berufs- und Lebensrealitäten berücksichtigt werden. Wer jahrzehntelang körperlich schwer gearbeitet hat, kann häufig nicht so lange im Beruf bleiben wie Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit.
Für mich gilt deshalb: Reformen müssen Generationengerechtigkeit, finanzielle Stabilität und soziale Fairness gleichermaßen im Blick behalten. Ziel muss sein, ein tragfähiges Rentensystem zu erhalten, ohne diejenigen aus dem Blick zu verlieren, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.
Mit freundlichen Grüßen Patricia Peill
