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Wie stellen Sie sich vor, die Inklusion zu unterstützen und dabei auch die Familien nicht zu stark zu belasten?

Soziale Gerechtigkeit
Patrick Miguel Moreira Costeira
BSW
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Frage von Karin D. •

Wie stellen Sie sich vor, die Inklusion zu unterstützen und dabei auch die Familien nicht zu stark zu belasten?

Sehr geehrte Herr Moreira-Costeira,
mich interessiert wie Sie das Problem der Einsparungen im sozialen Bereich und auch gerade im Inklusionsbereich, z.B. die Streichung von Assistenz in Förder-Schulen, entgegen wirken wollen.(siehe Stuttgarter Zeitung)
Wie soll die Unterstützung von Familien und auch von Menschen mit Behinderungen gesichert und verbessert werden?
Ich weiß viele Fragen, ich warte gespannt auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
K. D.

Soziale Gerechtigkeit
Antwort von BSW

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie vielen Dank für Ihre klaren Worte. Sie sprechen einen wunden Punkt an, der mich zutiefst bewegt – politisch wie persönlich.

Die aktuellen Einsparungen im Sozialbereich, insbesondere der Kahlschlag bei den Assistenzen an unseren Förderschulen, sind eine soziale Bankrotterklärung der Stadtpolitik. Während der Stuttgarter Gemeinderat im Doppelhaushalt 2026/27 massive Kürzungen mit dem "Rasenmäher" beschlossen hat, die sogar die Liga der Wohlfahrtspflege als Gefahr für den sozialen Frieden bezeichnet, sage ich: Hier wird an der völlig falschen Stelle gespart. Dies gilt ebenso für Waldorfschulen.

Warum ich das so deutlich sage?

Ich spreche hier nicht als Theoretiker. Da ich selbst mit einer Schwerbehinderung lebe, kenne ich das System nicht nur aus Akten, sondern aus meinem eigenen Alltag. Ich weiß, was es bedeutet, wenn Unterstützung wegbricht. Ich kenne den frustrierenden Kampf gegen die Bürokratie und das herablassende Gefühl, wenn Betroffene nur noch als „Kostenfaktor“ im Haushalt betrachtet werden. Das ist eines reichen Landes und einer Stadt wie Stuttgart unwürdig.

Hierfür stehe ich als Ihr Direktkandidat des BSW ein:

Inklusion darf kein Sparmodell sein: Die Stadt Stuttgart ordnet derzeit die Schulbegleitung neu – doch unter dem Deckmantel der „Effizienz“ dürfen keine Leistungen für die Kinder verschwinden. Wenn man Assistenzen streicht, ist das keine Inklusion, sondern unterlassene Hilfeleistung. Wahre Inklusion kostet Geld. Wer sie will, muss die Assistenzsysteme ausbauen, statt sie zu kappen.

Familien sind kein Reparaturbetrieb des Staates: Stuttgarter Familien leisten Enormes. Dass sie nun durch die Kürzungen im Bereich Kinder, Jugend und Soziales noch mehr belastet werden, führt direkt in den Burnout. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf unbürokratische Hilfe, der diesen Namen auch verdient.

Umverteilung der Prioritäten: Es ist genug Geld da – auch in Stuttgart. Es ist eine Frage des politischen Wollens. Wenn Milliarden in Infrastruktur-Prestigeprojekte fließen, aber kein Geld für die Unterstützung behinderter Kinder da ist, dann stimmen die Prioritäten nicht mehr. Ich werde diese Prioritäten wieder vom Kopf auf die Füße stellen: Die soziale Daseinsvorsorge muss an erster Stelle stehen.

Mein Versprechen:

Ich kandidiere, um im Parlament die Stimme zu sein, die nicht wegsieht. Ich werde meine eigene Erfahrung nutzen, um den Finger in die Wunde zu legen. Wer Menschen mit Behinderungen die Unterstützung kürzt, legt sich mit mir persönlich an.

Ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg mit mir zu gehen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Inklusion in Baden Württemberg wieder eine Verpflichtung wird und kein freiwilliges "Nice-to-have" nach Kassenlage.

Liebe Grüße

Patrick Moreira-Costeira

Direktkandidat des BSW in Stuttgart

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