Frage an Rainer Bischoff bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

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Frage an Rainer Bischoff von Georg O. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrter Herr Bischoff,

wie ich gerade den Medien entnehmen musste, kritisieren Sie die Lesung des Herrn Sarrazin im Duisburger Lehmbruckmuseum, bzw Sie lehnen diese Lesung ab.

Wie Sie sicher bei der Lektüre des Buches "Deutschland schaffte sich ab" bemerkt haben werden, sind die strittigen Thesen, welche Sie sofort mit der Rassenlehre des dritten Reiches verbinden, im Zusammenhang gesehen zwar immer noch streitbar aber ändern sicher nichts an der Tatsache, dass es Probleme bei der "Integration" gibt, welche in dem Buch sehr detailliert und wie ich finde, verständlich dargestellt werden.
Ist es also im Interesse einer Volkspartei, dass Menschen, welche offensichtlich eine konträre Meinung zur eigenen Partei vertreten, der Mund verboten wird? Wäre es nicht sinnvoller in einer offenen Diskussion, die sicher Herr Sarrazin immer wieder stellt, die strittigen Thesen zu diskutieren, statt sie kriminalisieren?
Haben Sie überhaupt verstanden worum es in dem Buch geht? Haben Sie es gelesen oder sind sie einer von den Kritikern, die einige Passagen aus der Presse entnommen haben und sich darauf ein Urteil gebildet haben?

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Osburg

Frage von Georg O. am
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Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 11 Stunden

Sehr geehrter Herr Osburg,

Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 24.11.2010 über abgeordnetenwatch.de an mich, die mich am 25.11.2010 erreichte, möchte ich Ihnen folgendermaßen antworten:

Natürlich möchte ich niemanden den Mund verboten, das will ich nicht.
Es geht mir um den Ort der Lesung, nämlich dem Lehmbruck Museum, als einen Ort, der für einen Künstler steht, welcher von den Nazis verfolgt wurde. Dieses Museum steht zu Ehren dieses verfolgten Künstlers.
Und Herr Sarazzin behauptet ja in seinem Buch, dass die Gene, die Intelligenz bestimmen und dies erinnert nun mal an die unsägliche deutsche Geschichte. Daher lehne ich ganz entschieden den Ort der Lesung dieses Buches ab und finde es unakzeptabel.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Bischoff