Werden Sie dafür sorgen, dass die neuen S-Bahn-Züge nicht Türsignale mit 70 Dezibel haben?
Die neue Baureihe der S-Bahn, die derzeit nur auf der Ringbahn fährt, bietet angeblich Barrierefreiheit durch extrem laute und mehrfache Türsignale. Tatsächlich werden bei diesem Design die Bedürfnisse von sensorisch empfindlichen Menschen überhaupt nicht beachtet. Mit 70 Dezibel erreichen die Türsignale, die durchgängig piepen, eine Lautstärke, die als gesundheitsschädlich gilt und deshalb zu Recht in anderen Kontexten als Ruhestörung geahndet wird.
Es gibt abgesehen von der Lautstärke viel bessere Signaltöne, bspw. ein leiseres Klopfen, das akustisch viel klarer zu orten ist.
Letzteres sollte auch der Standard bei Rückfahrwarnsystemen werden, die mittlerweile eine starke Lärmbelastung in Berlin erzeugen.
Sehr geehrte Frau Y.,
ich danke für Ihren Hinweis in Bezug auf die Lautstärke von Türsignalen neuer S-Bahnen. Ich vermute, dass Sie die Baureihe meinen, die ab 2032 ausgeliefert werden soll.
Das Berliner Abgeordnetenhaus vergibt als Parlament keine öffentlichen Aufträge, wie z.B. zur Beschaffung neuer S-Bahnzüge. Öffentliche Aufträge werden durch die Exekutive vergeben, der ich nicht angehöre. Selbstverständlich gehört zu den Aufgaben des Parlaments aber die Kontrolle der Regierung. Im Rahmen dieser Kontrolltätigkeit werde ich mich gerne erkundigen, ob und wie die Lautstärke von Türsignalen neuer S-Bahnen ggf. noch modifiziert werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Roman Simon
