Volle Rente nach 45 Beitragsjahren muss machbar sein, oder?
Sehr geehrte Frau Esken,
ich bitte Sie um eine Stellungnahme zu den folgenden Fragen zur aktuell diskutierten Rentenreform:
1. Wie lassen sich die derzeit diskutierten Rentenpläne mit dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vereinbaren?
Viele Arbeitnehmer haben den Eindruck, dass sie künftig faktisch bis 67 Jahre oder sogar länger arbeiten müssen, um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten. Wer das aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht schafft, muss erhebliche Abschläge in Kauf nehmen. Ist das aus Ihrer Sicht mit den Zusagen der Koalition vereinbar?
2. Warum distanziert sich die SPD nicht deutlicher von aus Sicht vieler Arbeitnehmer arbeitnehmerfeindlichen Änderungen im Rentensystem?
Die SPD versteht sich traditionell als Partei der Arbeitnehmer. Warum setzt sie sich nicht klarer dafür ein, dass langjährig Versicherte keine weiteren Nachteile hinnehmen müssen?
3. Halten Sie 45 Beitragsjahre nicht für ausreichend, um ohne Abschläge in Rente gehen zu können?
