Werden Sie sich für eine nachhaltige psychotherapeutische Versorgung und gegen die Budgetierung von Psychotherapie einsetzen?
Sehr geehrter Herr Ebenberger,
obwohl es klare Empfehlungen GEGEN eine Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen gab, soll der Gesundheitsausschuss nun hierüber entscheiden. Eine Abwägung, die aus gesamtgesellschaftlicher, ökonomischer und sozialer Sicht nur gegen die Budgetierung bisher extrabudgetärer psychotherapeutischer Leistungen ausfallen kann. Alles andere würde zu einer drastischen Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung und langfristig zu einem deutlichen Anstieg an Folgekosten (Krankenzeiten, stationäre Aufenthalte, Erwerbsunfähigkeitsberentungen, Anstieg psychisch kranker Kinder und Jugendlicher mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit als zukünftige Rentensicherer, etc.) führen.
Daher bitte ich Sie, sich für eine gute und nachhaltige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin F.
Ja. Ich halte diese Pläne für sowohl finanziell als auch menschlich grundverkehrt. Der Arbeitskreis Gesundheit der AfD-Bundestagsfraktion hat sich dieses Themas u. a. in einer Kleinen Anfrage (Drucksache 21/4974) sowie mit einer Pressemitteilung angenommen und die wichtige Rolle der Psychotherapie in ihrem Gesundheitssymposium vom 3. Juli 2026 gewürdigt. Zudem fordern wir in einem Entschließungsantrag zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz an die Ursachen gehende Reformen und sicherzustellen, dass medizinische Leistungen auch der Psychotherapie auskömmlich vergütet werden (Drucksache 21/7018).
