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Was tun die Grünen, um bundes- und landesweite Hitzeschutzkonzepte zu etablieren?

Victoria Broßart
Victoria Broßart
BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN
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Frage von Ulrich O. •

Was tun die Grünen, um bundes- und landesweite Hitzeschutzkonzepte zu etablieren?

Sehr geehrte Frau Broßardt,

der Rettungssanitäter Luis Teichmann schildert auf YouTube die katastrophalen Folgen der vergangenen Hitzewelle. Was tun Sie, was tut die CxU, um verbindliche und deutschlandweite Hitzeschutzvorgaben zu etablieren? Gibt es Verordnungen oder Gesetzesinitiativen, die eine Nachrüstung kommunaler und staatlicher Gebäude (Krankenhäuser, Schulen, Altenheime, ...) vorantreibt, um Schutz- und Rückzugsräume für vulnerable Gruppen zu schaffen?

Falls nein, welche Bestrebungen sind geplant?

Mit freundlichen Grüßen

https://www.youtube.com/watch?v=ygibISG5KK0

Victoria Broßart
Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrter Herr O., 

vielen Dank für Ihre Frage. 

Meine Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat am 25. Juni 2026 drei Anträge zum Thema Hitzeschutz in den Bundestag eingebracht und im Plenum debattiert. Alle drei Anträge sowie die Plenumsdebatte sind hier abrufbar: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw26-de-hitzeschutz-1191870  

Mit dem Antrag „Hitzekrise ernst nehmen – Hitzeschutz verbindlich, sozial gerecht und finanziell absichern" fordern wir als grüne Fraktion einen verbindlichen, sektorenübergreifenden Hitzeschutz. Darin enthalten sind u.a.: ein Förderprogramm für Krankenhäuser und Pflegeheime, mobile Kühlteams für obdachlose Menschen sowie besseren Schutz für Beschäftigte in Außenberufen. 

Folgend unsere Kernforderungen:

  1. Hitzeschutzplan weiterentwickeln & umsetzen: Kommunale Hitzeaktionspläne verbindlich verankern, einheitliches Monitoring aufbauen, eine Stelle beim Zentrum KlimaAnpassung schaffen
  2. Finanzierung sicherstellen: Programm „Green Hospitals" für Kliniken/Pflegeeinrichtungen, Aufstockung der AnpaSo-Förderrichtlinie, Reform des Wirtschaftlichkeitsgebots im Sozialrecht, kommunale Klimaanpassung stärken
  3. Gesundheits- und Pflegesystem stärken: Verbindliche Hitzeschutzstandards für alle Einrichtungen, psychische Erkrankte als Hochrisikogruppe verankern, Hitzeschutz in alle Gesundheitsberufsausbildungen integrieren
  4. Konkrete Maßnahmen vor Ort: Schulen/Kitas beschatten, Hitzebusse, Cool Zones, Grüne Oasen in Hitze-Hotspots, mehrsprachige Warnsysteme, Hitzepat:innenschaften
  5. Arbeitsschutz: Bestehende Regelungen (ASR A3.5) konsequent durchsetzen, Einsatzkräfte schützen, prekär Beschäftigte (Landwirtschaft, Gastronomie) besonders absichern

Auch mit dem Antrag „Städte klimafit machen – Mit Begrünung und Entsiegelung die Menschen vor Ort vor Hitze und Überschwemmung schützen" wurden von uns verbindliche Ziele für städtische Grünflächen, eine Gründachpflicht und ein bundesweites Baumkataster gefordert. Ebenso richtet sich unser Antrag „Krisenresilienz in der Pflege stärken – Häusliche und stationäre Pflege verlässlich auf Krisen vorbereiten" an die Versorgung pflegebedürftiger Menschen, die auch während Extremhitze, Stromausfall oder Pandemie sicher versorgt werden müssen. 

Hier können Sie dazu weitere Informationen nachlesen: https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/was-unsere-politik-fuer-dich-bedeutet/hitze-und-trockenheit-unser-plan-fuer-kuehle-staedte-und-schutz-fuer-alle/  

Beste Grüße
Victoria Broßart

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