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Sehr geehrter Herr Stankewitz,
(...) Das Verwaltungsverfahren, die Höhe der einzelnen Beträge festzulegen, ist in meinen Augen allerdings extrem verwaltungsintensiv, kompliziert und beschäftigt deshalb auch unangemessen oft die Gerichte. Deshalb habe ich sehr viel Sympathie für eine Vereinfachung, die strukturell einem Grundeinkommen entspricht. (...)
(...) Gleichwohl halte ich eine Grundsicherung für Kinder in Höhe von 500,00 Euro (Forderung eines Bündnisses aus Wissenschaftlern und Vertretern von Wohlfahrtsverbänden - 320 Euro Existenzsicherung und 180 Euro für den Bildungs- und Ausbildungsbedarf) für sinnvoll. Dafür sollen alle anderen Familienleistungen wie Kindergeld und Kinderzuschlag wegfallen, besser verdienende Eltern müssten die Grundsicherung ihrer Kinder versteuern. (...)
(...) Unabhängig davon lehne ich das Konzept des Grundeinkommens ab. Es suggeriert ein Schlaraffenland, das es nicht geben kann. (...)

(...) Nur so wird bezahlt für reale Leistung (Waren oder Dienste). Ich selbst preferiere eine Ergänzung über eine Bodenreform nach dem Muster: Die ganze Erde gehört allen Menschen - Privateigentum an Grund und Boden sollte ALLMÄHLICH überführt werden in öffentliches Eigentum, das in Form von Nutzungs- bzw. Pacht-Verträgen übertragen werden kann. (...)