Mit welchen Maßnahmen würden Sie das Müllproblem angehen?

André Schulze vor grünem Hintergrund aus Bäumen
André Schulze
BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN
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Frage von Angela A. •

Mit welchen Maßnahmen würden Sie das Müllproblem angehen?

André Schulze vor grünem Hintergrund aus Bäumen
Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Hallo Angela A.,

vielen Dank für die Frage und Ihr Interesse an unseren Maßnahmen für ein sauberes und lebenswertes Berlin. 

Um den Müll wirksam und dauerhaft von unseren Straßen zu bekommen, setzen wir Grüne auf eine Kombination aus Müllvermeidung, verbesserter Müllbeseitigung durch die BSR, die Stärkung lokalen Engagements und entsprechende Umweltbildungsangebote.

Dabei ist Müllvermeidung die effektivste und wirtschaftlichste Art, um das Berliner Müllproblem in den Griff zu bekommen.

Dazu wollen wir Grünen die bestehende Mehrwegpflicht für Essen und Getränke, die zum mitnehmen gekauft werden, um eine ökologische Verpackungsteuer auf Einweg-Plastikverpackungsmüll ergänzen, um Verpackungsmüll gezielt zu reduzieren. Denn ein wesentlicher Teil des Mülls auf unseren Straßen und in unseren Parks geht auf Take-Away-Verpackungen zurück. In Tübingen wurde eine Verpackungsteuer bereits 2022 eingeführt und wird allgemein als Erfolg gewertet. Auch Potsdam hat sie seit dem 1. Oktober 2026 eingeführt.

Darüber hinaus wollen wir bestehende Angebote und Projekte stärken, die zum Ziel haben, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen oder ihn wieder in den Ressourcen-Kreislauf zurückzuführen. Dazu zählen beispielsweise Umweltbildungs-Projekte, ein Abfallwirtschaftskonzept, Re-Use-Initiativen, Repair-Cafés, eine umfassende Zero-Waste-Infrastruktur, eine Förderung der Kreislaufwirtschaft uvm. Diese Projekte und Maßnahmen wirken auf unterschiedlichen Ebenen und werden regelmäßig evaluiert. Erste Auswertungen (Impact Reporting) haben gezeigt, dass hierdurch bereits tausende Tonnen Müll vermieden wurden.

Seitdem der rot-grün-rote Senat 2022 die BSR-Kieztage zur Entsorgung von Sperrmüll eingeführt hat, erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit. Das zeigen auch die Zahl der Nutzer*innen und die entsorgten Müllmengen. Dennoch landet immernoch sehr viel Sperrmüll, Alttextilien oder Elektroschrott auf unseren Straßen. 
Wir wollen deshalb die Kieztage ausweiten und die Abgabe von Sperrmüll noch einfacher und bequemer machen. Dazu sollen die aktuellen Uhrzeiten, werktags von 11 bis 16 Uhr, arbeitnehmer*innenfreundlicher ausgestaltet werden. 
Dazu gehört auch, die BSR finanziell und personell besser auszustatten, damit Müll auf den Straßen und in Parks zuverlässig und zeitnah geräumt wird. Dabei wollen wir auch in besonders stark belasteten Gebieten der Stadt, wie bspw. den Norden Neuköllns, so genannte Hotspot Teams einsetzen, die ergänzend zur bisherigen Straßenreinigung gründlich und umfassende Reinigungen besonders verdreckter Straßen vornehmen sollen.

Übrigens tausche ich mich regelmäßig mit Quartiersmanager*innen, Schulleiter*innen, Unternehmer*innen und engagierten Neuköllner*innen aus, um gemeinsam Lösungen für die Probleme vor Ort zu finden, an Clean-Ups teilzunehmen oder gemeinsame zu organisieren. Wenn auch Sie konkrete Ideen haben oder vor Ort selber aktiv werden wollen, freue ich mich über ihre Nachricht! 

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage hiermit beantwortet habe und freue mich über Ihre Unterstützung für ein sauberes und lebenswertes Berlin!
 

Alle unsere Ideen für weniger Müll und mehr Sauberkeit für Berlin finden Sie auch in unserem Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl 2026: https://gruene.berlin/fileadmin/BE/lv_berlin/files/Wahlprogramm_2026_Online.pdf

Viele Grüße
André Schulze

 

 

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