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Sehen Sie nicht die Gefahr, dass die 4,5 % Kürzung Psychotherapie-Angebote für Kinder und Jugendliche reduziert und dadurch Versorgung, Bildung und Arbeitsmarkt nachhaltig belastet?

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Andreas Mattfeldt
CDU
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Frage von Tone S. •

Sehen Sie nicht die Gefahr, dass die 4,5 % Kürzung Psychotherapie-Angebote für Kinder und Jugendliche reduziert und dadurch Versorgung, Bildung und Arbeitsmarkt nachhaltig belastet?

Sehr geehrter Herr Mattfeldt, die geplante Kürzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach psychotherapeutischer Versorgung für junge Menschen besonders hoch ist. Schon jetzt sind Wartezeiten lang, und eine Reduzierung der Vergütung könnte Praxen zwingen, Angebote einzuschränken. Studien zeigen, dass Psychotherapie pro investiertem Euro 2–4 € gesellschaftlichen Nutzen bringt (Deutsche PsychotherapeutenVereinigung; Technische Universität Braunschweig), u. a. durch geringere Fehlzeiten und höhere Produktivität. Hochrechnungen (WHO/UNICEF) zeigen, dass unzureichende Versorgung im Jugendalter langfristig massive volkswirtschaftliche Schäden verursachen kann (bis 110 Billionen USD bis 2050) und die Chancen auf Bildung und Arbeitsmarktintegration deutlich senkt (COPSY-Studie, UKE). Die Kürzung könnte diese Effekte noch verschärfen.

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau S.,

ich beteilige mich nicht an Seiten wie abgeordnetenwatch etc., da Bürgerinnen und Bürger sich jederzeit gern direkt an mich wenden können: Per Telefon, schriftlich, per E-Mail, via Facebook, auf öffentlichen Veranstaltungen oder aber klassisch in einer meiner Bürgersprechstunden im Wahlkreis. Meine Mitarbeiter und ich kümmern uns, um die Anfragen sachgerecht und zügig zu beantworten.

„Abgeordnetenwatch“ allerdings vermittelt (angebliche) Bürgeranfragen, deren Echtheit nicht überprüfbar ist. Missbrauch durch Lobbygruppen liegt hier nicht fern. Eine solche Vermittlungsinstanz sehe ich skeptisch. Wer sich direkt an mich wendet, erhält eine unmittelbare Antwort zur Sache.

 

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Mattfeldt

Anmerkung der Redaktion
abgeordnetenwatch.de ist eine von vielen Möglichkeiten, um mit Abgeordneten in Kontakt zu treten. Bürgersprechstunde oder das Gespräch am Infostand will und kann das Portal nicht ersetzen. Sehr wohl kann es aber einen öffentlichen Dialog zwischen Bürger:innen und ihren Abgeordneten in Gang bringen, der zudem in einem geschützten (moderierten) Raum stattfindet. Oft ist ein auf abgeordnetenwatch.de begonnener Dialog nur der erste Kontakt zwischen Bürger:innen und Abgeordneten, der sich dann in persönlichen Mails, Telefonaten oder Treffen fortsetzt. abgeordnetenwatch.de begrüßt alles, was den Austausch zwischen Bürger:innen und Abgeordneten fördert. Ein für alle Bürger:innen transparent gestalteter Dialog ist unserer Ansicht nach nur in der Öffentlichkeit zu gewährleisten.
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