Wie glauben Sie machen die Gesundheitsreform und Steuerreform das Leben der Menschen in Ihrer Region besser?
Für mich ist bei beiden Reformen entscheidend, was am Ende bei den Menschen im Westmünsterland ankommt und nicht, was in Berlin auf dem Papier steht.
Bei der Gesundheitsreform geht es im Kern darum, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren. Das klingt technisch, betrifft aber jeden Gehaltszettel; die Bürokauffrau in Borken genauso wie den Handwerksmeister in Gronau, der die Beiträge für seine Mitarbeiter mitträgt. Steigende Krankenkassenbeiträge sind eine schleichende Belastung, die gerade Familien mit mittlerem Einkommen trifft. Mein wichtigstes Augenmerk ist dabei, dass die Stabilisierung nicht zulasten der Versorgung vor Ort geht. Unsere Hausärzte, Therapeuten und Pflegedienste im ländlichen Raum leisten enorm viel und die Union setzt sich dafür ein, dass sie verlässliche Rahmenbedingungen behalten.
Bei der Steuerreform gilt für mich derselbe Maßstab. Wer arbeitet, muss am Ende des Monats spürbar mehr in der Tasche haben. Das Westmünsterland lebt von seinem Mittelstand, von Familienbetrieben, die oft über Generationen gewachsen sind. Wenn wir sie steuerlich entlasten und von Bürokratie befreien, sichern wir Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze direkt hier in der Region. Und als Familienpolitikerin ist mir besonders wichtig, dass Familien mit Kindern von den Entlastungen profitieren, denn sie tragen viel und verdienen, dass der Staat ihnen etwas zurückgibt.
Ich will ehrlich sein: Keine Reform löst alle Probleme auf einen Schlag und über einzelne Punkte wird auch in der Union noch diskutiert. Aber die Richtung stimmt: mehr Stabilität bei den Beiträgen, mehr Netto für die arbeitende Mitte. Daran messe ich beide Vorhaben, und dafür setze ich mich in Berlin ein.
