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Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu ja oder nein?

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Axel Knoerig
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Frage von Carla W. •

Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu ja oder nein?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau W.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich halte eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung grundsätzlich für sinnvoll – allerdings nur unter klaren Voraussetzungen und mit parlamentarischer Kontrolle.

Der Vorschlag der Rentenkommission sieht vor, die Regelaltersgrenze nach 2031 nur dann moderat anzupassen, wenn die Lebenserwartung tatsächlich weiter steigt. Die zusätzlichen Lebensjahre würden dabei im Verhältnis 2:1 auf Erwerbs- und Rentenphase verteilt. Nach den heutigen Prognosen des Statistischen Bundesamtes entspräche dies einer Anhebung der Regelaltersgrenze um etwa sechs Monate innerhalb von zehn Jahren. Im Zeitraum zwischen 2031 und 2041 bedeutet das eine Anhebung schrittweise um etwa sechs Monate von 67 auf 67,5 Jahre. Grundlage sollen dabei die tatsächlichen Entwicklungen der Lebenserwartung sein, verbunden mit einem Vorlauf von mindestens fünf Jahren sowie einer regelmäßigen Überprüfung durch den Gesetzgeber oder den Sozialbeirat.

Wichtig ist mir dabei: Eine solche Regel wirkt in beide Richtungen. Sollte die Lebenserwartung künftig sinken oder sich anders entwickeln als erwartet, müsste dies ebenso berücksichtigt werden. Es handelt sich also nicht um einen Automatismus, der das Renteneintrittsalter nur nach oben kennt.

Ebenso wichtig sind faire Übergangsregelungen. Wer seine Lebens- und Berufsplanung auf die geltenden Regeln ausgerichtet hat, darf nicht kurz vor dem Renteneintritt benachteiligt werden. Deshalb befürworte ich mehrjährige Übergangsfristen bei möglichen Änderungen, etwa bei der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Knoerig MdB

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