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Wie stehen Sie dazu, dass Bundeskanzler Merz, im Bezug auf die Sexismusdebatte, überwiegend auf Einwanderer gezeigt hat?

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Bernhard Hoppe-Biermeyer
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Frage von Dirk H. •

Wie stehen Sie dazu, dass Bundeskanzler Merz, im Bezug auf die Sexismusdebatte, überwiegend auf Einwanderer gezeigt hat?

Der Bundestag hat heute über Gewalt gegen Frauen debattiert. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht ein allgemeines Gewaltproblem in Deutschland und sprach von einer explodierenden Gewalt in der Gesellschaft - sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. Um etwas dagegen zu tun, müsse aus Sicht des CDU-Politikers darüber gesprochen werden, woher die Gewalt komme. Merz sagte dazu wörtlich: "Ein beachtlicher Teil der Gewalt kommt aus der Gruppe der Zuwanderer." Das gehöre zur Vollständigkeit dazu und solle das Problem nicht relativieren.

Auszug Tageschau.de vom 25.03.2026

Es gibt allerdings keine Hinweise darauf, dass ein beachtlicher Teil der Migranten für das Sexismusoroblem verantwortlich ist. Für mich klingt das sehr nach Ablenkung von Problemen, die auch von deutschen Mitbürgern verursacht werden.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich nehme das Thema Gewalt gegen Frauen sehr ernst. Für mich steht außer Frage, dass wir beim Schutz von Frauen, bei Prävention und bei der konsequenten Strafverfolgung noch deutlich besser werden müssen. Ebenso klar ist: Sexuelle und andere Formen von Gewalt gehen selbstverständlich auch in erheblichem Umfang von deutschen Tätern ohne Migrationshintergrund aus. Daran gibt es keinen Zweifel, und das darf weder relativiert noch ausgeblendet werden.

Gleichzeitig halte ich es für notwendig, die Realität vollständig zu betrachten. Wir sehen insgesamt einen Anstieg von Gewalt – sowohl im öffentlichen Raum als auch im digitalen Bereich. Wenn wir dieses Problem wirksam bekämpfen wollen, müssen wir die Ursachen ehrlich benennen. Dazu gehört auch, dass der Anteil von Tätern mit Migrationshintergrund in z.B. Sexualdelikten eine Rolle spielt. Das anzusprechen dient nicht der Ablenkung, sondern ist Voraussetzung für zielgerichtete Maßnahmen.

 Für mich folgt daraus konkret: Wir brauchen mehr Prävention und Aufklärung, insbesondere auch dort, wo Integrationsdefizite bestehen. Wir müssen Frauen besser schützen – etwa durch einen weiteren Ausbau von Beratungs- und Schutzangeboten. Und wir müssen bei Gewalt konsequent eingreifen: durch eine verlässliche Strafverfolgung, klare Sanktionen und – wo rechtlich möglich – auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen bei schweren Straftaten.

Entscheidend ist: Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir werden es nur lösen, wenn wir weder wegschauen noch vereinfachen, sondern differenziert hinschauen und entschlossen handeln.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Hoppe-Biermeyer

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