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Frage an Burkhardt Müller-Sönksen von Enrico Rosenkranz

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Burkhardt Müller-Sönksen
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Frage von Enrico R. •

Frage an Burkhardt Müller-Sönksen von Enrico R. bezüglich Wirtschaft

Sehr geehrter Herr Müller Sönksen,

von einigen Wissenschaftlern wie dem Erdölgeologen Colin Campbell wird gewarnt, dass uns recht bald eine dramatische Energiekrise im Bereich Öl- und Erdgas droht, die sogar die jetzige Wirtschaftskrise in den Schatten stellen wird. Hervorrgerufen wird die Energiekrise durch das Versiegen der Ölquellen. Öl ist bekanntlich unser wichtigster Energieträger und nichts kann ihn in Qualität und Quantität ersetzen. Einige gehen bereits davon aus, dass das Ölfördermaximum überschritten worden ist und das bei wirtschaftlicher Erholung der Öl/Gaspreis wieder explodieren und somit die Weltwirtschaft wieder abwürgen könnte.

Fragen:
1. Wie sehen sie dieses Problem der künftigen Energieknappheit?
2. Sollte Deutschland bemüht sein, sich von allen Energieimporten unabhängig zu machen (Öl, Gas, Uran, Kohle)?
3. Auffällig ist, dort wo Energie besonders billig ist, sie auch sehr verschwendet wird. Wie wollen sie dem entgegenwirken, da sie sich ja für eine Senkung der Energiepreise aussprechen?

Vielen Dank

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Antwort von FDP

Sehr geehrter Herr Rosenkranz,

die FDP ist sich der immer knapper werdenden Energie-Ressourcen und der daraus zu erwartenden Probleme bewusst und hat dieser wichtigen energiepolitischen Frage sehr hohe Priorität eingeräumt.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat 2007 einen umfassenden Antrag für eine Energieaußenpolitik eingebracht (Drucksache 16/6796), der Maßnahmen und Schritte für eine zukunftsorientierte und konsistente Energiepolitik darlegt. Die FDP setzt auf einen breiten, ideologiefreien Energiemix, der übergroße Abhängigkeiten von einzelnen Energieträgern vermeiden soll. Anstatt durch den Ausstieg aus der Kernenergie die Abhängigkeit von Gasimporten insbesondere aus Russland zu erhöhen, sollten alle Optionen genutzt werden, die Energieversorgung in Deutschland so sicher, umweltfreundlich und wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. Langfristig strebt die FDP eine CO2-neutrale Energieversorgung an. Mittelfristig brauchen wir einen Energiemix, der Klimaschutz, Versorgungsicherheit und Wirtschaftlichkeit vereint. Deshalb wäre der jetzige Ausstieg aus der Kernenergie ökonomisch und ökologisch falsch. Wir brauchen die Kernenergie als Übergangstechnologie, bis erneuerbare Energien in ausreichendem Umfang grundlastfähigen Strom erzeugen können oder die CO2-Abscheidung und -Einlagerung für Kohlekraftwerke im großtechnischen Maßstab zur Verfügung steht. Die Laufzeiten sicherer Kernkraftwerke müssen daher in diesem Sinne verlängert werden.

Um die Energieeffizienz zu steigern, setzt die FDP gezielt auf die Förderung energiebewussten Verhaltens eines jeden Einzelnen. Wir Liberalen wollen eine ökologische Konsumentenverantwortung, das heißt eine bewusste Entscheidung jedes Einzelnen aufgrund von transparenten Verbraucherinformationen.
Deutschland braucht ein Energiekonzept, das unsere Energieversorgung umweltfreundlich, sicher und bezahlbar macht. Die FDP fordert die Absenkung des Umsatzsteuersatzes auf Energie von 19 Prozent auf sieben Prozent oder alternativ eine Senkung der sogenannten Öko-Steuer. Die FDP spricht sich für die Senkung der Stromsteuer mittels der Einnahmen aus, die der Staat in Zukunft durch eine Versteigerung von CO2-Emissionsrechten erzielt.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhardt Müller-Sönksen

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